Apple, gefällt mir...?

Von Hitzestau - 17.10.2012

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Der Apfel ist angebissen... Verkratztes iPhone5-Gehäuse, schlechtes Kartenmaterial bei Apple Maps und immer wieder die prekären Arbeitsbedingungen beim Hersteller Foxconn. Zuletzt musste Apple-CEO Tim Cook sich sogar öffentlich entschuldigen.

Dunkle Wolken über Apple? Quelle: stock.xchng

Müssen Apple und seine Shareholder sich Sorgen machen, oder ist alles nur ein Sturm im Wasserglas? Die Aktie hat zwar zuletzt einen kleinen Taucher erlebt (endlich kann ich mal so was cooles schreiben, als wär ich ein Börsenanalyst im Fernsehen), aber die Konsumenten scheinen den Jungs aus Cupertino die iPhones, iPads und iPods nach wie vor aus den Händen zu reissen. Der Hype darf ja auch nie zum Stillstand kommen... Beim iMac dürfte sich der Absatz jedoch in Grenzen halten, da ja Apple es bis heute nicht geschafft hat, die Geräte mit einer aktuellen Architektur wie Ivy-Bridge auszurüsten. Mal sehen, was nächste Woche "kleines" kommt...

Über Apple und seine Produkte werden online viele Texte geschrieben und Videos veröffentlicht. Dies nicht vom Konzern selber, sondern von Tech- und Business-Newsseiten und vor allem von Millionen von Konsumenten auf Facebook, Twitter und zahllosen Blogs. Dazu kommen Kommentare und Bewertungen, die man ja fast überall im Web hinterlassen kann.

Aus all den Erwähnungen von Apple und seinen Produkten im Internet könnte man sich theoretisch ein Bild machen, wie es um die Beliebtheit des Unternehmens gerade steht. Da niemand ernsthaft das alles lesen kann, gibt es Tools, mit denen sich das analysieren lässt. Heraus kommt dabei, wie es um Apple online bestellt ist. Kommunikationsexperten nennen dies den "guten (oder schlechten) Ruf" beziehungsweise die Online-Reputation.

Schlägt das Herz der User noch für Apple? Quelle: stock.xchng

Und wie sieht es diesbezüglich für Apple nach "Scuff Gate" und "Mapplegate" aktuell aus? Das Magazin Forbes hat dazu kürzlich online einen interessanten Artikel veröffentlicht. Dieser bezieht sich auf eine Online-Analyse, die in den ersten Tagen nach dem Bekanntwerden der Probleme mit Apple Maps gemacht wurde. Hier ein paar Auszüge, die ich direkt zitiere:

  1. In the week beginning 21st September there were over 7 million online references to Apple, over 600,000 of which referred directly to Maps
  2. Sentiment around Maps was of course much more negative than general sentiment towards Apple but in fact sentiment had two specific impacts on Apple, sales and reputation. Critics expressed a clear preference for Google Maps in this commentary, with over 10% of all comments regarding maps being a direct vote for Google.
  3. Many people who expressed negative sentiment also expressed regret at upgrading to iOS 6... Human analysis of a sample of posts suggests that about 50% of negative posts also expressed regret at upgrading.

Ein so deutliches negatives Feedback zu iOS 6 sollte Apple schon zu denken geben. Aber wie viele andere Grosskonzerne lässt sich Apple kaum von schlechten Online-Kommentaren beeinflussen, solange der Umsatz und der Aktienkurs stimmen. Erst wenn diese ins Trudeln kommen, würde man die eigene Vorgehensweise anfangen zu überdenken. Oder habt Ihr den Eindruck, der Konsument hätte hier noch die Macht, wie man heute vielerorts sagt?

Aber die Hochglanz-Schale am Apple hat faule Stellen. Bei mir persönlich auf jeden Fall, wie ich ja vor ein paar Wochen bereits erklärt hatte. Meine Migration zu Windows wird nicht mehr wie geplant den Umweg über Windows 7 nehmen, sondern ich werde direkt auf Windows 8 gehen. "Early Adopter" kann man auch für andere spielen...