Workflow von Aperture 3.4 zu Lightroom 4.3

Von Hitzestau - 18.01.2013

Inhaltsverzeichnis

Autor: Archangel

Nachdem ich Euch im vergangenen November meine Ausgangslage für meinen Wechsel von Aperture (Mac OS X) zu Lightroom (Windows 8) geschildert hatte, ist es nun höchste Zeit, dass ich mal meinen konkreten Workflow etwas näher beschreibe.

  1. Die jpg-Bilder habe ich in Originalgrösse mit allen Bearbeitungen und Metainformationen exportiert. Jedes Projekt in Aperture ergab einen Ordner im Windows Explorer.
  2. Mit Adobe Bridge habe ich die Bilder, die ich nicht mehr behalten wollte, "ausgemistet" und bei allen Bildern die Keywords gelöscht, die beim Export aus Aperture mitgenommen worden waren.
  3. Dann habe ich alle Ordner in den Ordner verschoben, der unter die Lightroom die Originale beinhalten sollte.
  4. Importieren aller Ordner mit der Option "Hinzufügen"
  5. Da die RAW-Bilder bereits in einer chronologischen Ordnerstruktur vorhanden waren, habe ich alle Ordner in den Originale-Ordner verschoben und die Bilder via "Hinzufügen" importiert.
  6. Manuelles abgleichen aller Alben aus Aperture. Dazu habe ich alle Alben im Lightroom neu erstellt und die jeweiligen Bilder hinzugefügt.
  7. "Ausmisten" bei den RAW-Bildern
  8. Bilder verschlagworten (noch nicht abgeschlossen)

Hier zeige ich Euch wie meine Lightroom-Bibliothek aktuell aussieht. Links sieht man die Ordnerstruktur der Originalbilder, darunter die erstellen Alben.

Screenshot Lightroom

In manchen Foren kann man den Ratschlag lesen, alte Bilder in der alten Software zu lassen (in meinem Fall Aperture) und ab einem gewissen Zeitpunkt neue Bilder in der neuen Software zu bearbeiten (in meinem Fall Lightroom). Dies mag für Profis, die schnell mal über 100‘000 Bilder verwalten, der einzig praktikable Weg sein, weil der Zeitaufwand für eine solche Migration recht hoch ist. Aber so eine Lösung bringt natürlich auch Nachteile mit sich. Man muss zwei Programme pflegen und immer alle Updates mitmachen. Für mich ist es den Zeitaufwand wert, am Schluss alle Bilder innerhalb einer Bildverwaltung zu haben.

Sozusagen als Zwischenfazit, da ich ja immer noch am Verschlagworten der Bilder bin, möchte ich aber schon mal folgende Punkte festhalten:

  • Eine aufgeräumte Ordnerstruktur ist Voraussetzung für den Import in Lightroom. Wer ein Chaos mit seinen Bildern auf der Festplatte hat, sollte dies vorher bereinigen.
  • "Ausmisten" von Bildern im Adobe Bridge ist nicht so ideal, weil es dort keine gute Preview gibt.
  • Abgleichen von Alben erfolgt absolut manuell und ist sehr mühsam.
  • Nach dem Import sind alle RAW-Bilder wieder im unbearbeiteten Originalzustand. Man muss alle Bilder neu nachbearbeiten, aber logischerweise werden sie nie genau so aussehen wie vorher.