Was haben Agent Smith und Toilettenpapier gemeinsam?

Von Hitzestau - 17.04.2013

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Autor: Archangel

Die meiste TV-Werbung nervt ganz gewaltig. Die beiden Spots, die ich Euch hier zeigen möchte, tun jedoch genau das Gegenteil. Obwohl sie extrem unterschiedlich sind, schaffen sie es beide zu unterhalten und beim Zuschauen ein Gefühl auszulösen. Dabei geht es um alltägliche Produkte wie WC-Papier und Verwaltungssoftware. Aber seht Euch erst mal die beiden Videos an:

Beim ersten Spot könnte man meinen es sei eine Werbung für ein neues Tablet. Also nur mässig interessant, erst am Ende kommt der Knüller. In dieser misslichen Lage haben wir uns sicher alle schon mal befunden und wären für Hilfe von aussen sehr dankbar gewesen. Tablets sind zwar coole Gadgets – aber eben doch nicht für alle Lebenslagen. Und auch das immer wieder totgeschriebene Papier ist wohl nicht wirklich tot zu kriegen. Für manche Dinge im Leben spielen eben Auflösung oder Prozessorgeschwindigkeit gar keine Rolle. Das überraschende Ende macht den Spot unterhaltsam, auch wenn man ihn mehrmals anschaut. So muss Werbung sein. Gerade wenn man etwas bewirbt wie Toilettenpapier, was sowieso jeder kauft. Die Frage ist jetzt nur: Welche Marke kauft man ab sofort?

Das Lachen am Ende des ersten Spots ist befreiend und spontan. Beim zweiten Spot bleibt es einem eher im Halse stecken. GE beschert uns ein Wiedersehen mit Agent Smith aus Matrix. Das ist natürlich cool, aber ehrlich gesagt weiss ich nicht, ob ich mich als Patient dem Spital anvertrauen oder lieber einen grossen Bogen drum machen soll. Es bleibt ein ungutes Gefühl zurück: Daten sind überall verfügbar, Maschinen kontrollieren und überwachen Menschen –in Zeiten von Datenschutz und Angst vor totaler Überwachung sind das irgendwie die falschen Botschaften in einem Werbespot.

Was geht Euch durch den Kopf, wenn Ihr die beiden Spots anschaut? Oder hätte Agent Smith besser für das Toilettenpapier Werbung gemacht?