Terminator: Dark Fate

Von Hitzestau - 30.10.2019

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Er ist wieder zurück im Kino, das Cyberdyne Systems Model 101 - oder besser gesagt, Arnold Schwarzenegger gibt nochmal den Terminator.

Wer den Film noch nicht gesehen hat, kann ohne Angst vor Spoilern weiterlesen.

Zum ersten Mal seit 1991 sitzt James Cameron wieder bei einem Terminator-Projekt auf dem Produzenten-Stuhl. Und das ist auch gut so, den Terminator: Dark Fate bleibt das traurige Schicksal erspart, welches in den letzten Jahren so manch grosses Film-Franchise getroffen hat.

Grace und Sarah Connor treffen aufeinander.
Quelle: Skydance Media

Der Film greift 28 Jahre nach den Ereignissen von Terminator 2: Judgment Day die Handlung wieder auf und ist trotzdem viel mehr als eine reine Fortsetzung. Wenn man im Kino sitzt, merkt man schnell, dass die veröffentlichten Trailer dem kompletten Film nicht wirklich gerecht wurden. Geschickt sind die neuen Charaktere Grace und Dani in einer klassischen Terminator-Story mit den bekannten Haudegen Sarah Connor und einem T-800 verwoben.

Daneben schafft es der Film sich kritisch mit aktuellen Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen: Migration und illegale Einwanderung aus Mexiko in die USA, die freiwillige Spur aus digitalen Daten die wir alle hinterlassen, wenn wir Smartphones und ähnliche Geräte benutzen oder die Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Wer die Terminator-Filme kennt, weiss dass dies nie gut ausgeht. Eines der grundlegenden Themen des Films ist der Kampf Mensch gegen Maschine - und das kann auch “nur” schon ein Industrie-Roboter sein, der den menschlichen Arbeiter in der Produktionshalle einer Fabrik ablöst.

Wie der Kampf gegen den Killer-Terminator aus der Zukunft geführt wird, wollen wir natürlich nicht verraten - geht selber ins Kino, denn unserer Meinung nach lohnt es sich!

Rev-9 ist der neue Bad Guy.
Quelle: Skydance Media

Unsere grösste Angst war, dass hier ein weiteres Franchise und seine etablierte Geschichte mit Füssen getreten werden. Aber nein, Terminator: Dark Fate unterhält mit Humor und Selbstironie, gewürzt mit einer kräftigen Prise Zynismus. Es macht Spass Sarah Connor und dem T-800 nochmal “bei der Arbeit” zuzusehen. Beide sind zwar im Renten-Alter, aber trotzdem sollte man sich nicht mit ihnen anlegen, denn die “Action” kommt natürlich auch nicht zu kurz.

Und es bleibt auch viel Raum für die Figuren: Für Dani und Grace nimmt sich der Film die Zeit, eine Hintergrund-Geschichte aufzubauen und verleiht beiden damit mehr Tiefe. Aber auch der T-800 und Sarah Connor haben ihre Charakter-Momente, schliesslich sind die 28 Jahre nicht spurlos an beiden vorbeigegangen.

Arnold Schwarzenegger ist nochmals “back” als T-800.
Quelle: Skydance Media
Mit Linda Hamilton als Sarah Connor legt man sich besser nicht an.
Quelle: Skydance Media

So verzeiht man dem Film auch, dass er nicht den “Los Angeles-Look” mitbringt, den man aus den ersten beiden Teilen gewohnten ist, und beim neuen Hauptgegner aus der Zukunft etwa zu übermässig auf CGI-Effekte setzt. Aber andererseits ist das der Stil des modernen Action- und Event-Kinos, da muss sich auch ein Terminator anpassen, egal aus welchem Jahr er kommt.

Sarah Connor und Dani
Quelle: Skydance Media

Terminator: Dark Fate ist ein gelungenes Kapitel in der ganzen Terminator-Geschichte und es macht Spass zu sehen, wie im Film neue Elemente und Liebgewonnenes aus der Vergangenheit zusammenkommen. Wie die Zukunft des Franchise aussieht muss man noch abwarten, schliesslich gilt auch hier “the future is not set”.

Der Film läuft in der Schweiz, Deutschland und Österreich seit knapp einer Woche im Kino, in den USA startet er am 1. November 2019.