Tagebuch Zotac ZBOX IQ01

Einstieg

Von Hitzestau - 04.02.2014

Teil einer Serie

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Heute beginnen wir mit einem Tagebuch zu unseren Erfahrungen mit der ZBOX IQ01 Plus, die uns Zotac für einen Test zur Verfügung gestellt hat. Die Box haben wir schon seit ein paar Wochen bei uns und sie ist sehr vielseitig einsetzbar. Anstatt einfach ein klassisches und umfangreiches Review über alle technischen Aspekte und Einsatzmöglichkeiten zu schreiben, präsentieren wir hier ein Tagebuch, in dem wir laufende Einblicke in unsere Erfahrungen mit der Zotac Box geben und auch das einfliessen lassen, was wir in den vergangenen Wochen schon gemacht haben.

Die ZBOX ist ein äusserst kompakter Mini-PC. Uns interessiert, wie sie sich in verschiedenen Einsatzmöglichkeiten wie Media Center oder als Desktop-Rechner im Alltag bewährt.

Seit heute benutzt Archangel aus unserem Team die Zotac Box als sein primäres Arbeitsgerät und wird in den kommenden Tagen alle Arbeiten mit ihr verrichten, die er sonst auch macht. Dazu gehören neben Surfen und Mailen, das Schreiben und Veröffentlichen von Blogbeiträgen und das Bearbeiten von Bildern in Adobe Lightroom.

Zotac ZBOX IQ01 Plus

Bevor wir zur Zusammenfassung unserer bisher gemachten Erfahrungen kommen, möchten wir Euch noch zeigen, was im Lieferumfang alles enthalten ist.

Lieferumfang ZOTAC ZBOX IQ01 Plus

Dazu muss man wissen, dass die ZBOX IQ01 in zwei Varianten angeboten wird. Zotac bietet einerseits eine so genannte "Barebone"-Variante an, bei der man Festplatte und Arbeitsspeicher selber dazukaufen muss. Die uns zur Verfügung gestellte ZBOX hat ein "Plus" im Namen, was bedeutet, dass sie inklusive Harddisk und Arbeitsspeicher hardwaremässig komplett betriebsbereit ausgestattet ist. Bei unserem Modell sind das 4 GB RAM und eine 500 GB HDD (5400RPM).

So sieht die Schachtel von aussen aus:

Verpackung Zotac ZBOX IQ01 Plus
Verpackung Zotac ZBOX IQ01 Plus

Und das ist alles drin:

Lieferumfang Zotac ZBOX IQ01 Plus
  • ZOTAC ZBOX IQ01 Plus
  • Ständer
  • Halterung für VESA-Montage an einem Monitor, inkl. Schraubenset
  • Netzteil mit Stromkabel
  • USB-Stick mit Treibern
  • CD mit Treibern
  • WLAN-Antenne
  • DVI / HDMI-Adapter
  • DVI / VGA-Adapter

Was bisher geschah

Einen ersten Anlauf mit der Zotac Box als Desktop-PC hat Archangel schon vor rund 10 Tagen gemacht, den wir aber nach einem halben Tag unterbrechen mussten.

Monk-Trader hatte die Zotac Box mit Windows 8.1, das übrigens im Lieferumfang nicht mit dabei ist, und all meinen Programmen benutzerfertig eingerichtet. Und dann ging es auch schon los – oder eben nicht. OS und Programme brauchten gefühlt unendlich lange zum Starten und das rasche Wechseln zwischen einzelnen Anwendungen lag auch nicht drin. Ich arbeite mit mehreren Programme gleichzeitig und das war einfach nicht möglich.
Archangel von hitzestau

Ein Blick auf den Taskmanager zeigt auch schnell, warum das so ist. Die Auslastung der HDD geht schnell auf 100 Prozent hoch und der Arbeitsspeicher läuft auch fast ständig an der Obergrenze. An der Zeitanzeige unten rechts auf den Screenshots kann man gut erkennen, dass so eine Vollauslastung mehrere Minuten dauern kann. Während dieser Zeit ist das System kaum benutzbar.

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Eine grosse Rolle spielt die Auslagerungsdatei (Wikipedia) auf der Festplatte. Zwischen ihr und dem Arbeitsspeicher werden laufend Informationen hin- und hergeschoben. Die HDD wirkt bei diesem Zusammenspiel als Bremse, da sie das langsamere Speichermedium ist. Die 4 GB Arbeitsspeicher können nie komplett ausgelastet werden, da Windows immer einen Teil des Speicher frei behält und die integrierte Grafikkarte (Intel HD Graphics 4600) ebenfalls einen Teil des Arbeitsspeichers benutzt.

Darum hatten wir uns entschieden, den Versuch erstmal zu unterbrechen und RAM zu besorgen, um die Zotac Box damit aufzurüsten. Wir sind sehr froh, dass STEG uns bei unserem Test unterstützt und uns für unsere Berichterstattung zusätzliche RAM-Module von Kingston zur Verfügung stellt.

Der Unterbruch wegen den RAM gab uns noch etwas mehr Zeit, eine gute Lösung für eine andere Herausforderung zu finden: Die gesamten RAW-Bilder von Archangel bringen es aktuell auf ein Datenvolumen von knapp 500 GB, also viel zu gross für die interne HDD der Zotac Box.

Wir haben auf eine externe Lösung gesetzt. Im Schrank hatten wir noch eine Caviar Black 2TB von Western Digital liegen und haben gedacht, mit einem einfachen Case bauen wir damit ein externes Laufwerk. Der Controller des Gehäuses (Sharkoon Rapid-Case, USB 3.0) hat jedoch die HDD ständig hoch- und runtergefahren, sogar während laufenden Kopiervorgängen, ohne dass man dazu irgendetwas einstellen konnte. Auch das Deaktivieren der Energiespar-Modi für USB-Geräte unter Windows hat keine Verbesserung gebracht. Da das ständige An- und Ausschalten auch für die Festplatte selber eine hohe Belastung darstellte, war die Sache absolut unbrauchbar – eine andere Lösung musste her: Entschieden haben wir uns für eine WD My Passport Ultra (2TB, USB 3.0/2.0), weil sie genauso wie die Zotac Box über eine USB 3.0-Anschluss verfügt.

WD My Passport Ultra (2TB, USB 3.0/2.0)

In der WD Software kann man einstellen, dass die Platte nie herunterfahren soll. Nun läuft sie als externe Festplatte an der Zotac Box. Wir werden die WD My Passport später noch ein einem separaten Beitrag vorstellen.

Auf der externen WD-Platte sind aktuell nicht nur die RAW-Daten drauf, wie ursprünglich geplant, sondern auch alle anderen Daten von Archangel, damit die Duplizierung auf die geplante SSD weniger umfangreich ausfällt. Zudem ist die Speicherung der Daten auf einer externen Platte auch eine Entlastung für die interne Harddisk.

Ausblick

Morgen wird Archangel berichten, wie es sich mit der Zotac Box arbeitet, wenn der Arbeitsspeicher von 4 auf 8 GB aufgerüstet ist. Zudem werden wir Euch Bilder vom Aufrüsten zeigen, sowie Informationen zu den technischen Spezifikationen geben.