Review - Samsung Galaxy S7 / S7 edge

Review

Samsung Galaxy S7 / S7 edge

Von Hitzestau - 14.06.2016

Die diesjährige Generation der Samsung Galaxy-Smartphones ist eine runde Sache. Wie im letzten Jahr auch, hat Samsung ein S7 und ein S7 edge gleichzeitig auf den Markt gebracht und knüpft damit an den Erfolg der "egde"-Variante vom letzten Jahr an. Beide Modelle sind eine konsequente Weiterentwicklung und Verbesserung gegenüber der S6-Generation vom vergangenen Jahr. Oder kurz gesagt: das beste Samsung Galaxy-Smartphone, das wir bisher gesehen haben.

Quelle: Samsung

Die beiden Modelle unterscheiden sich im Gegensatz zum vergangenen Jahr jedoch in der Displaygrösse. Das S7 behält die 5.1 Zoll Displaydiagonale bei, das S7 edge ist mit 5.5 Zoll Diagonale leicht grösser geworden. Vor allem im Handling gibt es einige Unterschiede, auf die wir weiter unten eingehen werden. Bleiben wir zuerst beim Design und technischen Eigenschaften.

Design und Haptik

Die Haptik hat Samsung beim S7 und beim S7 edge stark verbessert, das ist eine der wichtigsten Neuerungen überhaupt. Mit dem Galaxy S6 hat Samsung letztes Jahr ein neues Design und neue Materialen gegenüber den Vorgängern etabliert. Jetzt wurde rundherum alles verfeinert und im wahrsten Sinne des Wortes die Kanten abgeschliffen. Auch die Verarbeitung ist tadellos. S7 und S7 edge besitzen einen Aluminiumrahmen, der den Geräten Stabilität verleiht. Auf der Vorder- und Rückseite verbaut Samsung wie zuvor kratz- und bruchsicheres Gorilla Glass.

Alle Knöpfe haben sehr angenehme Druckpunkte. Samsung-typisch befindet unter dem Display ein Home-Button, der auch als Fingerabdruckscanner dient. Die Tasten für "Zurück" und "Menü" sitzen rechts und links daneben und beanspruchen dadurch keinen Raum auf dem Display. Praktisch ist auch, dass diese dadurch immer direkt erreichbar sind und in manchen Applikationen nicht erst mit einem Fingerwisch nach oben hervorgeholt werden müssen.

Schauen wir uns im Folgenden die beiden Modelle nacheinander an...

Galaxy S7

Das ein Smartphone eine gute Haptik hat, schreibt man als Review vielleicht noch schnell mal, aber beim Galaxy S7 ist es wirklich so. Das Galaxy S7 schmiegt sich in die Hand und rutscht nicht. Auf der Vorder- wie auf der Rückseite sind die Übergänge zum Metallrahmen sehr schön geglättet.

Samsung Galaxy S7

Es fühlt sich fast wie aus einem Guss an. Die rückseitige Glasabdeckung ist an den Seiten etwas gebogen, was für einen geschmeidigeren Übergang in den Aluminiumrahmen sorgt. Auch die Displayabdeckung auf der Vorderseite ist an den Kanten leicht abgerundet.

Samsung Galaxy S7

Auf der Rückseite steht die Kameralinse nur leicht hervor, Blitz und Pulsmesser sind flach versenkt.

Samsung Galaxy S7

Das Galaxy S7 ist gegenüber seinem Vorgänger leicht schwerer (plus 14 Gramm) und etwas dicker (plus 1.1 Millimeter) geworden, im Alltag fällt dies jedoch nicht ins Gewicht. Die genauen Abmessungen findet Ihr im nächsten Kapitel.

Samsung Galaxy S7

Galaxy S7 edge

Auch beim Galaxy S7 egde hat Samsung die zum Teil scharfen Kanten, die wir letztes Jahr als Kritikpunkt vorgebracht haben, abgerundet und den Metallrahmen verfeinert.

Samsung Galaxy S7 edge

Auch ist er nicht mehr ganz so stark abgeschrägt wie beim S6 edge, dies sieht man sehr gut auf dem folgenden Bild.

Samsung Galaxy S7 edge

Hier zum Vergleich nochmals unser Bild vom S6 edge vom vergangenen Jahr: Der schmale Metallrahmen ist hier noch viel stärker abgeschrägt.

Samsung Galaxy S6 edge

Beides hat dazu beitragen, dass auch das Galaxy S7 egde sich angenehmer in der Hand halten lässt als sein Vorgänger. Etwas schwer abzuschätzen ist, welche Rolle dabei der Grössenzuwachs gegenüber dem S6 edge spielt.

Samsung Galaxy S7 edge

Dass auch das S7 Edge an Gewicht zugelegt hat, erstaunt natürlich nicht, schliesslich verfügt es über ein grösseres Display als sein Vorgänger aus dem vergangenen Jahr. Es ist ganze 25 Gramm schwerer und 0.7 Millimeter dicker als das S6 Edge.

Samsung Galaxy S7 edge

Technische Spezifikationen und Hardware

Beim S7 und beim S7 edge hat Samsung wieder Platz für eine microSD-Karte gefunden. Mit der letztjährigen Einführung des neuen Designs im vergangenen Jahr war die Möglichkeit der Speichererweiterung weggefallen. Dies hatte zum Teil recht heftige Kritik ausgelöst, aber Samsung hat darauf reagiert. Der Steckplatz ist mit dem Slot für die Nano-SIM-Karte kombiniert. Dafür gibt es im Gegensatz zu früher mit 32 GB nur noch eine Grösse was den internen Speicher anbelangt.

Spezifikationen Samsung Galaxy S7

  • Grösse: 142,4 x 69,6 x 7,9 mm
  • Gewicht: 152 Gramm
  • Akku: 3000 mAh
  • Display: 5.1 Zoll Quad HD Super AMOLED / 2.560 X 1.440 / Pixeldichte 577 ppi

Spezifikationen Samsung Galaxy S7 edge

  • Grösse: 150,9 x 72,6 x 7,7 mm
  • Gewicht: 157 Gramm
  • Akku: 3600 mAh
  • Display: 5.5 Zoll Quad HD Super AMOLED / 2.560 X 1.440 Pixeldichte 534 ppi / Edge Screen

Spezifikationen S7 / S7 edge

  • Arbeitsspeicher: 4 GB
  • Datenspeicher: 32 GB
  • Prozessor: Octa Core (2,3 GHz Quad + 1,6 GHz Quad) / 64 Bit
  • Hauptkamera: Dual Pixel 12 MP / f/1.7
  • Vordere Kamera: 5 MP / f/1.7
  • Netz: 4G / LTE
  • WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac 2.4G+5GHz, MIMO
  • Anschlüsse: 3,5-mm-Stereo-Audio/ NFC / Bluetooth 4.2 / Micro-USB 2.0
  • Betriebssystem: Android 6.0 "Marshmallow" / Samsung TouchWiz Oberfläche
  • SIM-Karte: Nano-SIM

Betriebssystem Android 6 "Marshmallow"

Alle grundlegenden Informationen zum Betriebssystem Android 6.0 "Marshmallow" findet Ihr auf der offiziellen Webseite von Android. Wie üblich, hat Samsung seine eigene TouchWiz-Oberfläche installiert und verzichtet dabei grösstenteils auf Bloatware.

Schmutz- und Wasserdicht

Wer Wasserdichtigkeit noch von früheren Smartphone-Generationen bei Samsung her kennt, wird sich spätestens beim Anschliessen eines Kabels an die unpraktische Abdeckung beim Micro-USB-Anschluss erinnern, wie sie beim Galaxy S5 Verwendung fand.

Nachdem die S6-Modelle nicht wasserdicht war, sind nun S7 und S7 edge wieder wasser- und staubgeschützt (IP68-Zertifizierung). Neu dabei ist, dass der microUSB-Anschluss nicht mehr durch eine Abdeckung geschützt werden muss. Trotzdem ist es sicher besser, das Smartphone nicht unnötig dem Wasser auszusetzen, wir haben uns mit unserem Testgerät diesen kleinen Streich auf einem Brunnen erlaubt – und das Gerät hat es auch unbeschadet überstanden.

Zubehör

Samsung bietet für das S7 und das S7 edge eine grosse Auswahl an Schutzhüllen und Covers an. Aus der breiten Produktpalette von Samsung wollen wir noch etwas näher auf zwei Angebote eingehen.

Gear VR

Mit der Gear VR bietet sich ein Einstieg in die Welt der Virtual Reality-Brillen. Das Smartphone funktioniert dabei als Display und Computer, denn die Gear VR muss nicht an einen PC angeschlossen werden.

Quelle: Samsung

Das S7 oder S7 edge wird dabei ganz einfach vorne auf die Brille gesteckt und schon ist man bereit für erste VR-Abenteuer. Wir haben unsere eigenen Erfahrungen mit der Samsung Gear VR in einem ausführlichen Erfahrungsbericht festgehalten.

microSD

Als Experte für Speicherlösungen bietet Samsung selber eine Palette an microSD-Karten an. Diese gibt in den von SSD her bekannten Produktelinien PRO und EVO. Sie unterscheiden sich in ihren Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Eine PRO Plus microSD Karte der Klasse 10 bringt es auf bis zu 95MB/s Lese- und 90MB/s Schreibgeschwindigkeiten.

Der neuste Speicherzwerg von Samsung wurde anfangs Mai vorgestellt. Die EVO Plus MicroSD Card verfügt 256 GB Speicher, soviel wie keine andere Klasse 10-Karte.

Quelle: Samsung

Mit ihr lassen sich bis zu 12 Stunden 4K-Videos aufzeichnen bzw. 33 Stunden mit Full HD-Auflösung. Die EVO Plus 256 GB baut auf die V-NAND Speichertechnologie von Samsung und bringt es auf 95MB/s Lese- und 90MB/s Schreibgeschwindigkeit.

Unterschiede Galaxy S7 / Galaxy S7 edge

Display

Samsung verwendet für das S7 und das S7 edge dieselbe Displaytechnologie, trotzdem wirken bei unseren beiden Testgeräten die Displays nicht gleich, vor allem was Farben und Spiegelungen bzw. Reflexionen betrifft: Gestochen scharf sind beide, das S7 hat jedoch einen etwas wärmeren Farbton als das Display des S7 edge. Im direkten Sonnenlicht, also der härtesten Herausforderung für ein Smartphone-Display, werden jedoch die grössten Unterschiede sichtbar: Das Display des S7 ist unter diesen Bedingungen besser lesbar, obwohl beide Geräte auf die jeweils maximale Helligkeit eingestellt waren. Beim S7 edge machen sich störende Reflexionen bemerkbar, die schlussendlich dafür sorgen, dass man dargestellte Inhalte weniger gut erkennen kann.

Samsung Galaxy S7 edge

Akkulaufzeit / Ladetechnik

Die Akkus im S7 und im S7 edge sind nicht gleich gross. Im S7 steckt ein 3000 mAh und im S7 edge eine 3600 mAh starke Energiezelle. Das lässt sich unter anderem damit erklären, dass das Gehäuse des S7 edge grösser ist. Bei unseren beiden Testgeräten haben wir festgestellt, dass der Akku nicht gleich schnell abbaut bei den beiden Modellen. Obwohl das S7 den schwächeren Akku hat, hält es länger durch als das S7 edge. Der grössere Akku vermag den höheren Stromverbrauch durch das grössere Display bei S7 edge nicht zu kompensieren.

Geladen werden kann der Akku kabellos (Qi Standard), Samsung bietet dazu entsprechende Ladestation als Zubehör an. Die Schnelllade-Technik erweist sich im Alltag als sehr praktisch, innert rund zwei Stunden ist der Akku komplett geladen. Um vom schnellen Laden zu profitieren, muss man das mitgelieferte Netzteil und Kabel verwenden, das Anschliessen an der USB-Schnittstelle am PC reicht nicht aus.

Wie schnell der Akku abbaut, hängt natürlich von der individuellen Nutzung ab. Nach unserer Erfahrung – also mit Surfen und Musik streamen – baut der Akku um rund 20% ab über den Verlauf von zwei Stunden ab. Das ist einfach unsere Beobachtung, wenn man mit dem Gerät ausser Haus geht und nach zwei Stunden wieder nach Hause kommt.

Handling

Die beiden unterschiedlichen Gehäuse-Designs vom S7 und S7 edge haben einen grösseren Einfluss auf das Handling im Alltag als man auf den ersten Blick meint. Beim Fotografieren haben wir es sehr deutlich gemerkt, hier ist der gewölbte Displayrand des S7 edge nicht sehr praktisch: Wenn man darauf achten will, dass ein bestimmtes Objekt gerade noch mit auf dem Bild drauf ist, sieht man das je nach Lichteinfall in den Edge-Rand nicht gerade sehr deutlich.

Aber auch sonst ist der Benutzungskomfort ist nicht derselbe: es ist etwas unangenehm, einen Text zu lesen, der bis an den Rand hinausgeht. Im schlimmsten Fall zoom man den Text nicht in der vollen Grösse auf und lässt einen Rand links und rechts, was aber wieder die Frage aufwirft, wozu man denn ein Gerät mit einem grösseren Display hat.

Generell wirkt das S7 edge viel "nervöser" als sein flacher Bruder: Wenn man das Gerät in der Hand hält, hat man auf dem gewölbten Rand schnell unbeabsichtigt eine Funktion ausgelöst, die man eigentlich gar nicht wollte. Das kann auf Dauer sehr störend sein, gerade wenn man schnell die Kamera-App öffnen möchte und dann das Smartphone ganz etwas anderes macht. Das liegt vor allem daran, dass man mit dem Handballen und den Fingerkuppen unweigerlich gegen den gewölbten Displayrand drückt, wie man auf dem Bild hier gut sieht.

Ganz anders das offizielle Promo-Bild von Samsung:

Quelle: Samsung

Es suggeriert eine einhändige Bedienung des S7 edge, insbesondere durch die Apps, die man im Seitendisplay anzeigen kann. Weder Handballen noch die Fingerkuppen berühren dabei das seitliche Display. So kann man nach unserer Erfahrung das Gerät aber gar nicht halten.

Zusatzfunktionen Galaxy S7 edge

Der Seitenbildschirm, wie der gewölbte Rand des S7 edge von Samsung offiziell genannt wird, bietet Zugriff auf ein paar Funktionen, die beim S7 nicht zur Verfügung stehen. Diese wurden seit dem letzten Jahr schon mehrfach weiterentwickelt.

Beim S7 edge hat Samsung die Funktionen wieder etwas anders angeordnet, wie Ihr auf dem folgenden Bild sehen könnt. Wir haben hier drei Screenshots zusammenmontiert, um Euch alle Funktionen im Überblick zu zeigen. Die Seiten-Feeds und das Seitenlicht kennt man schon von den Vorgängermodellen. Das Seitenlicht leuchtet bei eingehenden Anrufen und Nachrichten auf, zudem kann man standardisierte SMS-Antworten einrichten. Die Anzeige der Seiten-Feeds wurde ebenfalls verbessert, sie lassen sich mit einem Hin- und Herwischen auf dem Rand viel besser aufrufen als früher.

Einstellungen Seitenbildschirm

Die grösste Neuerung betrifft die so genannten "Paneele", die man mit einem Wischen am Rand zur Anzeige bringen kann. Paneele können wie auf den beiden Beispielen unten, Apps, Shortcuts zu bestimmten Funktionen oder Feeds wie Wetter oder News sein. Auch die Anzeige mit den so genannten VIP-Kontakten ist wieder integriert.

Seitenbildschirm S7 edge
Seitenbildschirm S7 edge

Kamera

Die Kamera stellt eine der grössten Neuentwicklungen des Galaxy S7 und S7 edge dar. Sie ist bei beiden Modellen gleich, deshalb gelten auch alle hier folgenden Ausführungen für beide Geräte.

Samsung verspricht schärfere Bilder und eine bessere Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen wie Dämmerung, Dunkelheit oder Innenräumen wo man keinen Blitz einsetzen möchte. Erreicht wird das durch ein paar technische Neuerungen, die wir uns zuerst ansehen wollen, bevor wir dann mit Testbildern auf das eigentliche Fotografieren eingehen.

Der Sensor der Kamera besitzt 12 Mega-Pixel, im Galaxy S6 waren es noch 16 Mega-Pixel. Hat das Galaxy S7 nun also die schlechtere Kamera? Nein, denn die einzelnen Pixel können dadurch grösser sein, was zur Folge, dass sie mehr Licht aufnehmen können. In Verbindung mit der im Vergleich zum S6 grösseren Blendenöffnung hiesst das, dass auch bei wenig Umgebungslicht kürzere Belichtungszeiten möglich sind. Das Resultat sind schärfere Bilder. Aber auch beim Auto-Fokus bringt Samsung eine neue Technik zum Einsatz. Mit der Dual Pixel Technologie, sind alle Pixel auf dem Chip in der Lage, Schärfe zu erkennen. Die bedeutet eine generelle Verbesserung der Fokus-Leistung.

Die Blende, also die Öffnung durch die das Licht von der Linse zum Chip geleitet wird, ist im Vergleich zum Galaxy S6 grösser geworden. Beim S6 wurde der Blendenwert mit f/1.9 angegeben, beim S7 liegt er bei f/1.7. So fällt mehr Licht auf den Sensor, was gerade bei Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen eine bessere Bildqualität bedeutet.

Eine weitere Veränderung gibt es beim Chipformat, bzw. dem Seitenverhältnis. Beim S6 standen für ein für Smartphones übliches Seitenverhältnis von 16:9 die gesamten 16 Megapixel für eine Aufnahme zur Verfügung. Beim S7 verteilen sich die 12 Mega-Pixel auf einen Sensor im 4:3 Format. Macht man trotzdem Fotos im Seitenverhältnis 16:9, werden die Aufnahmen nur noch rund 9.1 Mega-Pixel gross. Für Fotos wie für Video-Aufnahmen ist der Bildstabilisator (optisch und digital) sehr nützlich. Die höchste Auflösung für Videos ist 4K (3840 x 2160 Pixel) bei 60 Frames pro Sekunde.

Am Bedienungskonzept der Kamera-App hat Samsung nichts verändert. Sie lässt sich auch bei gesperrtem Gerät direkt starten, Zugriff auf ältere Fotos oder andere Apps hat man dann natürlich nicht. Zu den neu hinzugekommen Modi zählen unter anderem das Feature "Motion Panorama". Dieses ermöglicht das Aufnehmen von kurzen Bewegungen auch im Panorama-Modus, wie es man von den normalen Aufnahmen bereits kennt.

Für unseren Kamera-Test haben wir verschiedene Ausflüge bei guten Lichtverhältnissen und Sonnenschein gemacht:

Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge

Die HDR-Funktion leistet bei vielen Motiven gute Dienste. Sie sorgt für eine Ausgleich zwischen hellen und dunkleren Bereichen eines Motivs, so dass es weder zu hell noch zu dunkel belichtete Teile des Bildes gibt.

Auch Nahaufnahmen von Pflanzen und Blüten gelingen mit dem Galaxy S7 auf Anhieb sehr gut:

Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge

Aufnahmen bei wenig Tageslicht, also Dämmerung und Dunkelheit, sollten uns am besten die technische Weiterentwicklung der Galaxy S7-Kamera zeigen. Hier erkennt man gut, dass die Entscheidung weniger Pixel auf dem Chip unterzubringen, durchaus richtig war. Dies führt zu weniger Bildrauschen und damit zu einer besseren Bildqualität. Klar sieht man den Aufnahmen immer noch an, dass die körniger sind, als die bei hellem Sonnenschein.

Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge

Beim Fotografieren in der Dunkelheit hellt die Kamera die Aufnahme etwas zu übertrieben auf, so dass die Bilder viel heller wirken, als dass es zum Zeitpunkt der Aufnahme in Wirklichkeit war. Wenn man stimmungsvolle Bilder haben möchte, muss man daher die Helligkeit vor dem Auslösen mit dem Regler auf dem Display reduzieren, bis sie der Lichtstimmung der Situation entspricht.

Auch diese Aufnahmen in den Messehallen von Basel sind ohne Blitz gemacht, die vorhandene Lichtstimmung wird so sehr schön eingefangen:

Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge
Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge

Panorama-Aufnahmen sind ebenfalls sehr einfach zu machen. Mit der vorinstallierten Kamera-App lassen sich diese im Hoch- und im Querformat machen. Wir empfehlen dabei das Smartphone im Hochformat zu halten, da man so für die Bildhöhe mehr Pixel dazugewinnt. Bewegen sollte man das Smartphone nicht zu langsam und nicht zu schnell, mit etwas ausprobieren findet man schnell heraus, wie man die besten Resultate erzielt. Gerade Linien, wie hier im Vordergrund das Geländer, sind für die Kamerasoftware aber immer noch sehr schwierig, ganz sauber und ohne Verzerrungen hinzukriegen.

Testbild Samsung Galaxy S7 / S7 edge

So wie es aussieht, sind wir im Moment nicht die einzigen, die beim Importieren der Panorama-Bilder in ein Programm zur Bilderverwaltung Probleme haben. Wie üblich, wollten wir die Testaufnahmen in Adobe Lightroom importieren, die Bilder öffnen und bearbeiten ergab jedoch nur eine Fehlermeldung. Auch bei anderen Programmen scheint das aktuell so zu sein. Durch das Öffnen und neu Abspeichern in einem Bildbearbeitungs-Programm kann man das Problem umgehen. Wir empfehlen dafür Adobe Photoshop zu verwenden und die Bilder nicht als .jpg sondern als .psd abzuspeichern, damit keine Bildinformationen verloren gehen.

Bis jetzt haben wir uns auf den Auto-Modus beim Fotografieren beschränkt. Wenn man in den Pro-Modus wechselt, stehen einem viel mehr Funktionen für manuelle Einstellungen zur Verfügung. Um den Modus zu wechseln, muss man in der Kamera-App unten rechts auf "Modus" klicken. Kann steht diese Auswahl zur Verfügung. Hier hat man auch Zugriff auf spezielle Videofunktionen wie Zeitlupenaufnahmen.

Samsung Galaxy S7 Camera Pro

Beim Fotografieren sieht der Screen so aus. Mit dem Zahnrad unten links kommt man in ein weiteres Einstellunsmenü.

Samsung Galaxy S7 Camera Pro

Hier man die Option "als RAW-Datei" speichern auswählen. Die Kamera speichert dann neben dem normalen .jpg-Format jedes Bild auch als unkomprimierte RAW-Datei ab. Damit kann man für spätere Bildbearbeitung am Desktop-Rechner das bessere Ausgangsmaterial.

Samsung Galaxy S7 Camera Pro

Praktische Neuerungen

Zum Schluss wollen wir noch auf drei kleine Neuerungen eingehen, die sich bei uns im Alltag sehr bewährt haben.

Always On

Mit der neuen "Always On"-Funktion kann man auf dem Display stets Datum und die Uhrzeit, ausgewählte Benachrichtigungen von System-Apps, den Akkustand und wahlweise auch den Kalender auf dem Screen anzeigen.

Quelle: Samsung

So muss man nicht extra das Gerät entsperren und aktivieren, nur um zu schauen, wie spät es ist. Dank der AMOLED-Technologie müssen dabei auch nur die Pixel beleuchtet werden, die tatsächlich verwendet werden.

Game Tools

Gerade beim Gamen ist es nervig, wenn neue eintreffende Benachrichtigungen angezeigt werden oder man wegen einer falschen Berührung den Task-Manager mit allen offenen Apps anzeigt. Die Game-Tools bieten eine Schaltfläche in jedem Spiel, das man startet, um Einstellungen wie etwa das Deaktivierten von nicht benötigten Buttons oder Benachrichtigungen vorzunehmen. Wie Ihr auf dem Screenshot sehen könnt, kann man sie jederzeit vom linken oder rechten Rand mit einem Button hervorholen.

Game Tools

Zudem kann man einen Screenshot oder ein Video vom Spiel machen.

Smart Manager

Der Smart Manager gibt einen Überblick über alle relevanten Daten zum Akku, Speicher, Arbeitsspeicher sowie der Gerätesicherheit. Ihn findet man in den Einstellungen, und man kann ihn als Widget auf den Home-Screen legen, um immer die wichtigsten Anzeigen im Blick zu haben.

Smart Manager

Die Anzeige zum Arbeitsspeicher gibt Auskunft über die aktuelle totale Auslastung sowie die Beanspruchung durch jede einzelne offene App. Zudem kann man jede App auch schliessen. Bei der Speicherverwaltung sieht die Anzeige sehr ähnlich aus. Gerade beim internen Speicher bietet sich mit dem Smart Manager die Möglichkeit, die 32 GB so gut wie möglich zu nutzen: Viele Apps legen Auslagerungsdateien und temporäre Daten an, welche nicht dauerhaft gespeichert bleiben müssen. Mit der Funktion "unnötige Daten löschen" kann man den Speicher bereinigen und wieder mehr Platz freigeben.

Smart Manager

Modelle

Das Samsung Galaxy S7 mit 32 GB Speicher ist in der Schweiz in drei Farben erhältlich: Black Onyx, Gold Platinum und White Pearl.

Samsung Galaxy S7 Black Onxy
Samsung Galaxy S7 Gold Platinum
Samsung Galaxy S7 White Pearl

In den selben drei Farben ist auch das Samsung Galaxy S7 edge im Verkauf.

Samsung Galaxy S7 edge Black Onxy
Samsung Galaxy S7 edge Gold Platinum
Samsung Galaxy S7 edge White Pearl

Fazit

Mit dem Galaxy S7 und dem S7 edge stellt Samsung uns als Reviewer vor eine schwere Aufgabe: Wirkliche Kritik haben wir nicht vorzubringen, die S7-Generation besteht aus zwei erstklassigen Smartphones. Wie sich Samsung da noch steigern will, wird keine einfache Aufgabe.

Bei Dingen wie der Haptik, die wir in der Vergangenheit kritisiert hatten, hat Samsung dieses Mal alles richtig gemacht. Auch auf andere Kritikpunkte der Anwender ist Samsung eingegangen: Als Speichererweiterung steht wieder ein microSD-Slot zur Verfügung, was für wirkliche Datenmengen wie 4K-Video sicher praktisch ist. Beim Kritikpunkt des fehlenden Wechselakkus ist Samsung jedoch bei seinem Konzept geblieben. Das ist aber aus unserer Sicht auch wirklich kein Nachteil mehr, weil man dank der Schnelllade-Funktion den wirklich rasch wieder mit Stromreserven versorgen kann. Auch das Fehlen eines USB-C-Anschlusses, Samsung setzt hier weiherhin auf den bewährten microUSB-Stecker, kann man angesichts der vielen negativen Berichte über USB-C-Zubehör wie Kabel von Drittherstellern kaum als Mangel auslegen.

Ob man sich für das S7 oder S7 edge entscheidet, ist schlussendlich Geschmackssache. Uns gefällt das S7 klar besser. Vom Design her vermag das S7 edge klar zu gefallen, aber es ist im Alltag nicht wirklich praktisch. Weil man unweigerlich beim Halten das Seitendisplay berührt und damit Funktionen auslöst, die man eigentlich gar nicht möchte, wirkt das Gerät sehr "nervös". Die Aufgabe der Ingenieure wird es sein, die Software so weit zu bringen, dass sie besser zwischen gewollten und nicht gewollten Inputs unterscheiden kann. Zudem sind die Zusatzfunktionen des Seitendisplay zwar ganz nett, bieten aus unserer Sicht aber nicht genügend Mehrwert.

Für beide Geräte-Varianten würden wir uns eine verbesserte Update-Politik wünschen, so dass Security-Patches und Bigfixes schneller aufs Gerät kommen. Dies ist aber – ausser bei der Nexus-Reihe – ein Problem aller Android-Geräte.