Red Devil

Kreislauf mit Gewebeschläuchen

Von Hitzestau - 06.10.2014

Teil einer Serie

Inhaltsverzeichnis

Vom Wassereinbruch am vergangenen Tag haben wir uns nicht entmutigen lassen, wir wollten endlich unser neues Wasserkühlungs-System zum Laufen bringen. Die Hardware und das Gehäuse hatten wir wie schon geschrieben über Nacht trocknen lassen. Von dieser Seite also war alles bereit für einen neuen Zusammenbau. Bezüglich Schlauch wollten wir auf Nummer sicher zu gehen und haben uns entschieden, den Gewebeschlauch zu verwenden, den wir sonst nur zum Reinigen und Durchspülen der Wasserkühlungs-Komponenten verwenden. Wir wollten nicht schon wieder nasse Füsse bekommen und deshalb einen Schlauch benutzen, der bombenfest auf den Winkelstücken und Tüllen sitzt. Der Schlauch hat mit 9 mm einen etwas geringeren Innendurchmesser, was sich aber beim Aufziehen auf die Anschlüsse deutlich bemerkbar macht. Und ganz ehrlich gesagt, einen anderen Schlauch hatten wir auch nicht zur Hand...

Der Vorteil bei diesem Zusammenbau war, dass wir schon wussten schon welche Tüllen wir wo verwenden mussten und wie herum der Radiator eingebaut werden sollte. So ging es recht zügig, die Hardware wieder einzubauen.

Die Schlauchführung haben wir eins zu eins vom Vortag übernommen. Den Gewebeschlauch mussten wir mit heissem Wasser geschmeidig machen, sonst hätten wir ihn unmöglich über die Anschüsse ziehen können. Bei den einzelnen Komponenten haben wir ihn zuerst jeweils über die Perfect Seal-Tüllne gezogen, weil es bei diesen viel schwerer ging als bei den Winkelstücken. Die neuen Schlauchstücke konnten wir gezielt auf die passende Länge zuschneiden, da wir die Schläuche vom Vortag aus Vorlage genommen haben. Hier haben wir schon die beiden kurzen Schlauchstücke am Radiator angebracht:

Der Bogen von der Pumpe zum CPU-Block geht sehr knapp am Radiator vorbei. Trotzdem war es gut, die Lüfter oberhalb des Radiators zu verbauen. Hier haben wir den Schlauch zuerst auf die Tülle montiert und diese dann in das Gewinde auf der Pumpe verschraubt, da wir nicht so viel Druck auf das Gehäuse der Pumpe ausüben wollten.

Auf das Winkelstück vorne auf der Pumpe haben wir den Schlauch besonders sorgfältig aufgezogen :) Die Kabelbinder auf der Seite sind schon vorbereitet für die Kabelführung.

Hier seht Ihr sehr gut, wie die beiden Schläuche geführt werden, die durch die Tür zum AGB gehen. Die Koolance-Schnellkupplungsstücke sind bereits montiert. Die offenen Schlauchenden kommen später auf die Tüllen am AGB. Bei den Koolance erwies sich der Aussendurchmesser des Schlauchs (14 mm) als zu knapp, damit die Überwurfmuttern richtig zupacken konnten. Trotzdem sitzt der Schlauch fest auf den Kupplungsstücken drauf, um ihn abzureissen braucht es viel mehr Kraft, als im System überhaupt vorhanden ist.

Nochmal ein Blick von nahem auf die Pumpe. Der Schlauch sitzt fest auf dem Winkelstück, hier wird wohl nicht so schnell nochmal Wasser austreten.

So sieht der CPU-Block von oben aus:

Nachdem wir alles fertig verschlaucht hatten, ging es wiedermal ans Befüllen. Wie am Tag zuvor, haben wir die Flüssigkeit vom AGB mit Druck in den Kreislauf gedrückt. Wir haben aber die Tür mit dem AGB neben das Gehäuse gestellt, um Alles gut im Blick zu haben. Als genug Flüssigkeit bei der Pumpe angelangt war, haben wir die Druckflasche abgehängt und nur die Pumpe mit einem externen Phobya-Netzteil gestartet. Sie hat sofort die Flüssigkeit weiter in den Kreislauf gepumpt, während wir beim AGB mit einem Trichter vorsichtig weiter nachgefüllt haben, bis der Wassserspiegel kurz unter dem oberen Ende des grösseren Steigröhrchen war.

Auch im Inneren war alles dicht, die Hardware hatten wir natürlich als Vorsichtsmassnahme mit Papier abdeckt.

Um das System fertig zu stellen, mussten wir noch die letzten Kabel verlegen und richtig führen. Und so sieht der PC von aussen aus, wenn der Gehäusedeckel mit dem AGB geschlossen ist.

Am nächsten Tag war dann wegen dem Hardwarewechsel eine komplette Neuinstallation angesagt. Wir haben nicht nur Mainboard und CPU gewechselt und die Grafikkarte wieder eingebaut, sondern auch das SSD-RAID (Samsung SSD 840 Pro) aufgelöst. Neu läuft im Red Devil-System nur noch eine Samsung SSD 830 Pro mit 512 GB. Seit der Inbetriebnahme unseres HP-Servers und eines NAS-Laufwerks von Synology ist der lokale Speicherbedarf massiv gesunken. Die ganzen RAW-Files zu den Lightroom-Katalogen liegen jetzt auf dem Server. Die beiden SSD 840 Pro setzen wir jetzt beim Benchtable-System ein. Zudem wäre es auch nicht sicher gewesen, dass das neue Mainboard das RAID überhaupt erkannt hätte. (Interessanterweise hat das Mainboard vom Benchtable, ein ASUS Maximus V Extreme, das RAID erkannt.)

Aber das Red Devil-System war nun endlich wieder dicht und betriebsbereit und lief mit einer schönen Wasserkühlung, die wir nur aus Teilen zusammengebaut haben, die wir noch zu Hause hatten. Einzig bei den Gewebeschläuchen hatte Monk-Trader Bedenken, dass sie mit dem innovatek Protect reagieren könnten. Archangel hoffte, dass alles gut gehen würde. Mal sehen, wer Recht behält...

Und wenn Ihr Euch fragt, mit was wir die Fotos gemacht haben... mit einem Nokia Lumia 930 (und bearbeitet mit Adobe Lightroom). Wenn Ihr mehr wissen wollt, könnt Ihr hier unser Review lesen.

Alles für Eure Wasserkühlung findet Ihr bei Aquatuning.

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