Red Devil

Es geht weiter...

Von Hitzestau - 04.08.2014

Teil einer Serie

Inhaltsverzeichnis

...aber wie? – Unser Red Devil Projekt geht weiter, aber anders als geplant. Die Gründe dafür und wie es mit dem Projekt weitergehen wird, möchten wir Euch an dieser Stelle erklären.

Die Idee von Red Devil war ja, ein kompaktes Gehäuse mit viel WaKü-Kühlleistung zu bauen. Die letzten Entwürfe dafür hatten wir im Juni vergangenen Jahres vorgestellt. Wir möchten hier allen Forumsusern danken, die sich damals an der Diskussion unserer Entwürfe beteiligt haben. Die Herausforderung war dann, die Pläne in die Realität umzusetzen. Es ging darum, die Details an unseren Entwürfen auszuarbeiten und das Gehäuse schlussendlich zu bauen.

Dafür haben wir Kontakt zu einer Blechbearbeitungs-Firma in unserer Region aufgenommen. Mit unseren Plänen konnten wir ein gewisses Interesse wecken, aber so lange damals nichts spruchreif war, wollten wir auch hier kein Update zum Stand der Dinge veröffentlichen. Es wurde uns über mehrere Monate hinweg zugesagt, dass da was zusammen machbar wäre und wir wurden immer wieder vertröstet.

Dazu kommt, dass wir uns bei hitzestau nicht nur mit WaKü-Themen und –Projekten beschäftigen, sondern auch angefangen haben, uns mit Themen wie Server / LAN / Storage oder Home Entertainment auseinander zusetzen. Zudem hatten wir unser eigenes Benchtable-System aufgebaut und in Betrieb genommen. Fotografie und Reviews zu Mobilgeräten gehörten schon länger zu unserem Themenspektrum – ganz nach unserem Motto "Leben mit Technik".

So haben wir also viele Dinge parallel versucht, voranzutreiben. Dazu kommt, dass es bei uns in der Region nicht so viele Firmen gibt, welche über die notwendigen Techniken und Maschinen verfügen. Alle Personen, mit denen wir gesprochen haben, sagten uns, der Engineering-Aufwand (Erstellung eines CAD) sei bei unseren Designvorschlägen extrem hoch.

Ein paar Monate später – Ende Januar dieses Jahres um genau zu sein – wurde dann klar, dass eine Zusammenarbeit, wie wir sie uns vorgestellt hatten, nicht zustande kommen würde. Das war natürlich für uns und für das Projekt erstmal ein harter Schlag. Trotzdem wollten wir unsere Idee nicht einfach abhaken und suchten weiter nach einem Unternehmen, mit dem wir zusammenarbeiten konnten.

Als dann am 2. April der Vater von Monk-Trader aus unserem Team unerwartet verstarb, zog es uns buchstäblich den Boden den Füssen weg. Eine Welt brach zusammen – alles andere war auf einen Schlag unwichtig geworden. Alles was wir noch tun konnten, war eine Pause auf dem Blog bekannt zu geben – und zwar von unbestimmter Dauer.

Anfangs Juni legten wir mit dem Bloggen wieder los. Wir mussten liegen gelassene Themen wieder aufgreifen und gleichzeitig offen für Neues sein. Zum Thema WaKü haben wir ein ausführliches Interview mit Marc Gaser von Liquid Extasy veröffentlicht. Zudem machten wir uns auch Gedanken, wie wir das Projekt fortführen können. Wir hatten zwar bis dahin kein Unternehmen gefunden, darum haben wir nach einem anderen Ansatz gesucht. Nach sehr viel Brainstorming und Diskussionen haben wir uns von unserer ursprünglichen Design-Idee getrennt. Aber das Konzept mit einem Pedestal für Radiatoren bleibt erhalten, weil uns diese Idee sehr gut gefällt. Wir haben aus unseren bisherigen Erfahrungen die Lehre gezogen, mehr zu simplifizieren und zu vereinfachen. Es ist zwar schön, aufwändige Designs als CGI zu kreieren, aber man sollte die Umsetzbarkeit nicht aus den Augen verlieren. Mehr wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten.

Etwas anderes hat uns aber zudem schon länger auf dem Magen gelegen. Das Red Devil-System war seit seinem ersten Zusammenbau im April letzten Jahres ein luftgekühltes System. Das wollten wir als allererstes endlich ändern. Um dies in die Tat umzusetzen, haben wir auf eine Kompaktwasserkühlung von Cooler Master, den Eisberg 240L, gesetzt. Dieses System hatten wir schon vor einigen Monaten für ein Review zur Verfügung gestellt bekommen. Das Red Devil-Gehäuse (Prodigy von BitFenix) im mini-ITX-Format schien uns dazu sehr gut geeignet. Wir wollten mit diesem Praxisbeispiel testen, wie gut sich ein solches System in ein relativ kompaktes Gehäuse einbauen lässt. Zudem planten wir, nicht nur den CPU damit zu kühlen, sondern auch die Grafikkarte mit in den Kreislauf zu integrieren.

Was wir dabei alles erlebt haben, schildern wir Euch im nächsten Post "Eisberg voraus!"