Projekt Hitzestau One

Arbeiten am Gehäuse

Von Hitzestau - 21.06.2012

Teil einer Serie

Inhaltsverzeichnis

Heute haben wir mit den praktischen Arbeiten begonnen. Im Fokus: Anpassungen am Gehäuse.

Wenn man in einen bestehenden PC eine Wasserkühlung einbauen will, kommt man kaum um diverse Metallarbeiten am Gehäuse selbst herum. Dabei geht es um das Schneiden von Löchern für Schläuche und das Bohren von Schraubenlöchern für die spätere Montage von Komponenten wie Pumpe oder AGB. Wenn man Kabel an anderer Stelle als bisher durchführen möchte, damit sie beispielsweise der Verschlauchung nicht in den Weg kommen, sollte man das ebenfalls von Anfang an berücksichtigen. Es ist am einfachsten, wenn man alle Arbeiten am Gehäuse in einem Durchgang erledigen kann.

Zuerst haben wir alle Komponenten aus dem Gehäuse ausgebaut, was dann so aussah:

Das leere Gehäuse

Als nächstes haben wir die Bohrlöcher angezeichnet:

  • Mittelplatte für die Verbindung Pumpe zu AGB (im Bild)
  • Schott für Schlauch zu externem MO-RA
  • Bodenplatte: 4 Löcher für Montage Shoggy
  • Mainboard Tray: Halterungen AGB

Um die Öffnung in der Mittelplatte, wo der Schlauch zwischen AGB und Pumpe durchgeht, von der Grösse her richtig abzuschätzen, haben wir zuerst die ABG-Halterungen gebohrt und dann den Mainboard-Tray nochmals ins Gehäuse geschoben.

Bohrloch in der Mittelplatte ist angezeichnet.

Das bereits vorhandene Loch in der Mittelplatte haben wir mit einem Lochbohrer vergrössert und dann mit einer groben Metallfeile (ausgeliehen bei der Fahrradwerkstatt CO 13 um die Ecke) begradigt. Die Löcher für die Schottverschraubungen haben wir ebenfalls mit dem Lochbohrer gemacht.

SATA-Kabel lassen sich hinter AGB durchführen.

Auf dem obigen Bild sieht man, dass wir die AGB-Halterung so positioniert haben, dass man die SATA-Kabel problemlos am Mainboard einstecken kann und dann hinter dem AGB durchführen kann.

Nach den Bohr- und Schleifarbeiten haben wir das Gehäuse in der CO 13-Werkstatt mit Druckluft ausblasen lassen, damit alle Metallspäne entfernt sind. Die Ducati-Werkstatt gegenüber war so freundlich, uns die Schottverschraubungen fest anzuziehen, da wir keinen so grossen Schraubenschlüssel hatten. Danach haben wir die Flächen mit Brennsprit entfettet. Mit dem Abschluss der Metallarbeiten ist der erste Arbeitsschritt beendet.

Gehäuse - leer und gereinigt.

Hier die Detailansicht der Öffnung in der Mittelplatte:

Detailansicht der Öffnung in der Mittelplatte.

Die Öffnung muss so gross sein, da die Pumpe mit Tülle und Adapter recht weit nach oben kommt, wie man auf dem folgenden Bild sieht:

aquastream XT in senkrechter Montage.

Für die Pumpe haben wir schon vor ein paar Tagen bei Chronoblech AG  ein L-Bracket anfertigen lassen, damit wir unsere aquastream XT senkrecht montieren können. So haben wir am Ein- und am Auslass gerade Tüllen und keine Winkelstücke, die den Fluss bremsen können. Das Stück Schaumstoff unter der Pumpe soll verhindern, dass diese nach unten rutscht. Leider lässt der Fuss, der in eine Schiene an der Pumpe eingeschoben wird, sich nicht so fixieren oder einrastet, dass diese in senkrechter Position festgehalten wird.

Angefertigtes L-Bracket aus Metall mit Shoggy