Nokia Lumia 925 - Erfahrungsbericht

Von Monk-Trader - 13.12.2013

Inhaltsverzeichnis

Nachdem Monk-Trader Euch vor ein paar Tagen seine Erfahrungen mit Windows Phone geschildert hat, stellen wir Euch nun das Nokia Lumia 925 vor, welches er benutzt hat.

Gesamteindruck Gerät

Das Nokia Lumia 925 als Gerät gefällt uns gut. Das Design ist ansprechend, die abgerundeten Ecken sind angenehm, das ganze Gerät weist keine scharfen oder harten Kanten auf. Wenn das Display ausgeschaltet ist, macht es sich sehr schön mit dem schwarzen Rahmen, das Lumia 925 wirkt dabei wie aus einem Guss. Bei ausgeschaltetem Display wird die Uhr eingeblendet und das sieht sehr edel aus.

Was Monk-Trader im Alltag weniger zugesagt hat, ist die Position der Knöpfe. Sie sind alle auf der rechten Seite, d.h. egal wie rum man das Gerät hält, man kann schlecht vermeiden, sie unabsichtlich zu drücken. Der Powerknopf sitzt genau dort, wo man normalerweise den Daumen dagegen drückt. Wenn man telefoniert, muss man immer ein bisschen aufpassen, sie nicht aus Versehen zu drücken.

Quelle: Nokia

Unterhalb des Display befinden sie drei Touchbuttons, wie man es von den meisten Geräten kennt, nur sind Reihenfolge und Funktion je nach Hersteller immer wieder etwas anders. Beim Lumia 925 sind wie folgt angeordnet: Links die Zurück-Taste, in der Mitte die Windows- oder Hometaste und rechts hat man direkten Zugriff auf die Suche. Oben sind der Slot für die Micro-SIM-Karte, der Kopfhöreranschluss und der microUSB-Port für Datenübertragung und die Akkuaufladung eingearbeitet.

Wenn wir schon beim Thema Akku sind: Knapp einen Tag kann man sich auf das Lumia 925 mit Telefonieren, Surfen und Musikhören verlassen. Dann freut es sich, wenn es wieder aufgeladen wird.

Quelle: Nokia

Nokia Lumia 925 als Kamera

Archangel hat sich die Kamerafunktionen des Lumia 925 genauer angesehen, hier sein Bericht:

Smartphones von Nokia werden immer wieder speziell gelobt, wenn es um die eingebaute Kamera geht. Also bin ich mal losgezogen, um die Kameraeigenschaften zu testen. Das Lumia 925 hat genau genommen drei verschiedene Kamera-Apps. Neben der Standardkamera, gibt es die Smart-Kamera und eine spezielle App für Panorama-Aufnahmen.

Kamera-App

Die ersten Testbilder mit dem Lumia 925 waren aber eher ernüchternd. Das Lumia 925 braucht relativ viel Licht um seine Stärken als Kamera zu zeigen. Die ersten beiden Bilder unten sind bei schlechtem Wetter aufgenommen und kommen nicht besonders toll rüber. Bei mehr Sonnenschein aufgenommene Fotos wirken hingegen ganz anders.

Testbild Nokia Lumia 925
Testbild Nokia Lumia 925
Testbild Nokia Lumia 925
Testbild Nokia Lumia 925
Testbild Nokia Lumia 925
Testbild Nokia Lumia 925
Testbild Nokia Lumia 925
Testbild Nokia Lumia 925

Smart-Kamera

Mit einem Klick nimmt die Smart-Kamera schnell eine Serie von Bildern auf. Dies ermöglicht in der Kamera verschiedene Effekte, indem die Software das beste Bild auswählt oder mehrere Bilder zu einem kombiniert. So entstehen rasch viele Bilder, die den internen Speicher füllen, wenn man die Smart-Kamera viel benutzt. Auch wenn in der Galerie jeweils nur ein Bild angezeigt wird, werden Kamera-intern alle Einzelbilder abgespeichert. Schliesst man das Lumia 925 via USB an den PC an um die Bilder zu kopieren, findet man die Bilder in einem speziell komprimierten File (_Smart.nar). Dieses lässt sich einfach entpacken und schon bekommt man alle Einzelbilder zu Gesicht.

Machen wir ein praktisches Beispiel: Hier sind mir beim Fotografieren von rechts zwei Personen ins Bild gelaufen. Die Smart Kamera hat dies gemerkt und eine Aufnahme ausgewählt, als die beiden Personen noch nicht im Bild waren.

Testbild Nokia Lumia 925

Dies sind vier der abgespeicherten Einzelbilder:

Testbild Nokia Lumia 925
Testbild Nokia Lumia 925
Testbild Nokia Lumia 925
Testbild Nokia Lumia 925

Panorama-App

Mit der Panorama-App gelingen echt schöne Aufnahmen, als Motive eigenen sich Landschaften oder auch Kreuzungen in der Stadt. Was die Panorama-App gar nicht mag ist, wenn plötzlich optische Hindernisse wie ein Laternenpfahl oder ein Baustellenschild ins Bild kommen. Dann bricht sie den Aufnahmeprozess ab. Wo man auch aufpassen muss ist, beim Abspeichern der Panoramaaufnahme. Das Lumia 925 braucht recht lange, um das fertige Bild zu erstellen und abzuspeichern. Dieser Prozess muss abgeschlossen sein, bevor man die App verlässt. Sonst kann es sein, dass das Panoramabild nicht gespeichert wird.

Testbild Nokia Lumia 925
Testbild Nokia Lumia 925

Wie immer könnt Ihr die unverkleinerten Originalbilder als .zip-Datei am Ende des Beitrages herunterladen.

Fazit von Monk-Trader

Ein paar Designentscheidungen im Betriebssystem machen es einem nicht gerade leicht. Aber wenn man sich wirklich aufs Gerät einlässt, macht es sogar richtig Spass. Ich werde Windows Phone auf jeden Fall weiter verfolgen, denn ein Anfang ist gemacht und es kann nur noch besser werden.

Das Betriebssystem an sich weiss zu gefallen, es ist einfach in der Handhabung und nicht überladen mit Funktionen und Einstellmöglichkeiten. Ganz im Gegenteil, es ist "reduced to the max" – da hat Microsoft einen sehr guten Job gemacht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass genau dies es anderen Leuten schwer macht, mit einem Windows Telefon klar zu kommen, da sie gewohnte Einstellmöglichkeiten vermissen oder sich an ein anderes Bedienungskonzept gewöhnen müssen. Windows Phone ist aber auch sehr ressourcenschonend, was den Umgang mit der Hardware angeht. Wo andere Hersteller viele Prozessorkerne in ihre Geräte packen, ist Windows Phone auf dem Lumia 925 sehr genügsam. Die gesamte Darstellung der einzelnen Apps läuft sehr flüssig.

Und um es in einem abschliessenden Satz zu sagen. Wer mit den im ersten Teil unseres Berichts genannten Herausforderungen, also insbesondere der Geschichte mit den Accounts zurechtkommt, hat ein sehr elegantes und schlankes Smartphone als Begleiter in seinem Alltag.

Fazit von Archangel

Für gelungene Schnappschüsse unterwegs bietet das Lumia 925 eine gute Kamera. Einzig bei ungünstigen Lichtverhältnissen hat mich die Kamera nicht überzeugt. Die Kamera ist im Gegensatz zu anderen Herstellern nicht überladen mit allen (un)möglichen Motivprogrammen. Auch hier gilt der von Monk-Trader beschriebene Grundsatz von "reduced to the max". Um die Bedienungs-Logik zu verstehen, habe ich etwas länger gebraucht als bei anderen Geräten um mich zurechtzufinden und die drei Apps zügig handhaben zu können. Aber wenn man es mal drauf hat, geht alles ganz flott.

Gesamt-Fazit

Fairerweise müssen wir hier nochmal ganz klar zwischen dem Nokia Lumia 925 und dem Betriebssystem Windows Phone trennen. Abgesehen von den Knöpfen, die nicht so ideal positioniert sind, hat uns das Gerät gut gefallen.

Was Windows Phone angeht, mussten wir feststellen, dass sich unsere Bedürfnisse nach mehreren Accounts mit dem Betriebssystem nicht realisieren lassen. Auch das "Mitnehmen" von grundlegenden Daten wie Kalender und Kontakte ist nur schwer möglich, Windows Phone setzt voraus, dass man sich auf die Microsoft-Welt einlässt. Gerade für Leute, die öfters mal ihr Smartphone wechseln, ist das ein grosses Hindernis. So etwas simples, wie Kontakte und Kalender von einem Clouddienst aufs Smartphone zu synchronisieren, dürfte eigentlich nicht so kompliziert sein oder so lange dauern. Hier wäre es an den Herstellern – und damit meinen wir explizit nicht nur Microsoft – keine Insellösungen zu schaffen, sondern möglichst viele Dienste und Standards zu unterstützen, so dass der Kunde entscheiden kann, welchen Cloud-Anbieter er nutzen will.

Unsere vertiefte Auseinandersetzung mit den verschiedenen Mobile-Plattformen hat einiges an Fragen aus den Bereichen Cloud, App-Welten oder Bindung an Accounts eines Herstellers ergeben. Diese werden wir im kommenden Jahr weiterverfolgen, da sie den Rahmen eines Fazits buchstäblich sprengen würden – also freut Euch schon mal auf eine kleine Serie mit spannenden Artikeln.