Manche Ads sind gleicher

Von Hitzestau - 05.07.2013

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Autor: Archangel

In Deutschland läuft schon seit Längerem eine Debatte rund um die so genannten Adblocker, kleine Plugins für den Browser, welche die Werbung auf Webseiten herausfiltern. Was für viele Surfer eine nervige Ablenkung darstellt, ist für die Anbieter von Online-Inhalten oft die Haupteinnahme-Quelle.

Der Time Square in New York ist die Mutter aller Werbeplätze. Bildquelle: stock.xchng Quelle:

Auf golem.de habe ich eben die Geschichte zu Adblock Plus gelesen. Kurz gesagt geht es darum: Das Unternehmen hinter Adblock Plus bietet Unternehmen an, gewisse Anzeigen durch den Filter hindurchschlüpfen zu lassen und nimmt dafür Geld ein. So wird aus dem Adblock-Anbieter eigentlich ein Werbenetzwerk, das seine führende Stellung im Markt ausnutzt, wie golem.de schreibt: "Ein Blogger aus Taipeh hat die Diskussion angestoßen. Sascha Pallenberg, der sonst auf Mobilegeeks.de aus Taiwan über IT-Schnickschnack berichtet, hat in der vergangenen Woche einen langen Text über Adblock Plus geschrieben, mit Wut im Bauch. Geschäftsfreunde der Eyeo-Chefs würden bei Adblock Plus als "acceptable" durchgelassen. Die Firma verlange Geld, dann könne man mit seinen Anzeigen durchkommen – sie sei damit eigentlich ein Werbenetzwerk. Die Eyeo GmbH nutze ihre Millionen Nutzer und ihre Macht als führender Adblocker-Hersteller aus, um zum Beispiel Bloggern wie ihm zu schaden und ihm ihre Konditionen aufzudrücken. Es fällt das Wort "mafiös", das Foto zum Artikel zeigt einen Paten. Pallenbergs Fazit: "Finger weg von Adblock Plus. Die haben hier wirklich ein einmaliges Werbenetzwerk mit Erpressungspotenzial geschaffen."

Ich persönlich setze auch einen Adblocker ein, wobei ich aber für gewissen Seiten dazu übergegangen bin, auf ihnen Werbung zuzulassen. Aber generell bin ich immer noch der Meinung, dass ich als Enduser das Recht habe zu entscheiden, ob auf meinem Bildschirm Werbung angezeigt wird oder nicht. Wie man auch beim oben zitierten golem-Artikel wieder feststellen kann wenn man die Kommentare dazu überfliegt, ist die Debatte rund um das Thema Adblocker sehr schnell von gehässigen Tönen geprägt, so nach dem Motto wer einen Adblocker einsetzt sei ein Schmarotzer. Von solchen Beschimpfungen lasse ich mich nicht beeindrucken oder ein schlechtes Gewissen einrede. Ich nutze schon langem das Chrome-Plugin AdBlock.

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Von fragwürdigen Geschäftsmodellen wie bei AdBlock Plus sollte man besser die Finger lassen.