Home Office Day – bei hitzestau 365 Tage pro Jahr

Von Hitzestau - 13.06.2013

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Autor: Archangel

Heute am 13. Juni ist wieder Home Office Day – wer kann, sollte zu Hause bleiben und arbeiten. Internetzugang und Datencloud machen es technisch möglich. Von der Organisation und der Philosophie der Chefetage her muss es von Seiten der Unternehmen passen. Das ist natürlich nicht überall gegeben. Auch eignet sich nicht jeder Beruf dazu – oder wie will die Kassiererin von der Migros ihren Home Office Day gestalten? Home Office, der Name sagt es ja schon, ist für Bürojobs geeignet.

Der Home Office Day hat sogar eine eigene Webseite: www.homeofficeday.ch

Bei hitzestau.com ist eigentlich jeder Tag ein Home Office Day, es sei denn wir testen gerade einen neuen Fotoapparat oder sind zu einer Produktepräsentation eingeladen. Arbeiten von zu Hause aus erfordert aber auch viel Selbstdisziplin. Ablenkungsmöglichkeiten gibt es viele, vom Haustier bis hin zum Entspannen auf dem Balkon am Nachmittag. Natürlich kann man sich die Zeit so etwas flexibler gestalten und Pausen einlegen, wenn man sie braucht, ohne dass der Schreibtischnachbar böse rüber schaut. Aber immer Pause machen ist eben auch nicht drin, man will ja auch tagsüber auch was gearbeitet und erledigt haben. Gerade für Menschen mit einem Tagesrhythmus, der nicht den üblichen Bürozeiten entspricht, ist dies sehr verlockend oder vielleicht sogar besser geeignet, als sich zu "Unzeiten" ins Büro quälen.

Zu Hause in Ruhe arbeiten... Quelle: stock.xchng

Aber auch im Home Office gibt genügend äussere Einflüsse wie etwa E-Mails oder Telefone, die einen auf Trab halten. Home Office ist nicht gleichbedeutend mit völlig abgeschottet und zurückgezogen sich auf eine Sache konzentrieren zu können. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.

Persönlich habe ich früher immer Mühe gehabt mit grossen Büros und bei meinem ersten Arbeitgeber (Job als Online-Redaktor) schon vor rund 13 Jahren die Möglichkeit geschätzt, jeweils am Vormittag zu Hause schreiben zu können. Interaktion mit Kollegen und Teamsitzungen war dann jeweils am Nachmittag. Keine Ahnung, wie ich heute reagieren würde, wenn ich wieder in einem Grossraumbüro arbeiten müsste. Aber auch Arbeitsplatzmodelle, bei denen man keinen festen Schreibtisch mehr hat, sind nichts für mich.

Was jeder genau braucht, um sich beim Arbeiten wohl zu fühlen, ist sehr individuell. Und eigentlich sollte es für Unternehmen logisch sein, ihren Mitarbeitenden eine Umgebung zu bieten, in der sie am produktivsten sind. Denn davon hat das Unternehmen ja am meisten. Nur lässt sich das wohl häufig nicht alles unter einen Hut bringen, denn es gibt interne Besprechungen, den informellen Informationsfluss im Pausenraum und den Zugriff aufs Intranet. Technisch ist das meiste sicher lösbar – aber vom heimischen Büro aus lässt sich das auch leicht mal so schreiben. Umgesetzt ist es dann noch lange nicht.