Die mobile Apple-Erlebniswelt

Content und Services

Von Hitzestau - 04.08.2014

Teil einer Serie

Inhaltsverzeichnis

Nachdem wir im ersten und zweiten Teil uns die Bedienung per Finger sowie Betriebssystem und Geräte aus der mobilen Apple-Erlebniswelt angesehen haben, schauen wir uns nun ein paar Services von Apple an. Genau diese Verbindung von Hardware, Software und Services ist ein zentrales Element in der Apple-Welt, wie erst Tim Cook kürzlich wieder sagte:

Apple entwickelt Plattformen, Dienste und Geräte zusammen. Wir tun dies um eine nahtlose Erfahrung für unsere Kunden zu schaffen für die es in der Branche nichts Vergleichbares gibt. Das ist etwas, was nur Apple tun kann.
Tim Cook, Worldwide Developers Conference 2014, macprime.ch

Inhalte im Angebot

Apple baut nicht nur Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets, sondern liefert auch gleich passende Inhalte dazu. Das Medienangebot reicht unterdessen von Musik über Bücher und Filme zu Lerninhalten. Das Angebot ist historisch gewachsen, deshalb mag die Organisation mit verschiedenen Stores und Apps auf den ersten Blick etwas verwirrend erscheinen. So ist beispielsweise iTunes in der iOS-Variante ein reiner Store zum Stöbern und Herunterladen. Fürs Abspielen gibt es die separate App mit dem treffenden Namen Musik. Wie viele Apps ist diese schon auf iPhone und iPad vorinstalliert. Zusätzliche Apps – und davon gibt es eine Menge – kauft man im zentralen Appstore. So verliert man nie den Überblick, wo man welche App gekauft und heruntergeladen hat.

Wer gerne Zeitungen liest, findet im Zeitungskiosk die Möglichkeit, Tageszeitungen und Magazine zu abonnieren. Der Kauf wird komplett innerhalb der jeweiligen App abgewickelt. Viele Herausgeber bieten ältere Ausgaben kostenlos zum Probelesen an. Für die digitale Variante können die Autoren auf die Stärke des Mediums setzen und interaktive Inhalte oder Videos integrieren.

Als E-Reader für Romane hat mir das iPad nicht so zugesagt. Für Hochglanzmagazine wie etwa das deutsche GEO, die sehr stark von Bildern leben, bietet es jedoch eine ganz neue Lesererfahrung.
Archangel von hitzestau.com

So sieht eine Ausgabe von GEO auf dem iPad aus. Man kann ganz einfach durch alle Artikel blättern, indem man mit dem Finger übers Display wischt. Fotos werden in hervorragender Qualität angezeigt – so wie man es von GEO kennt.

Screenshot GEO-App. Quelle: GEO

Auch Text lässt sich problemlos lesen, mit einem Pinch mit zwei Fingern lässt sich der Text des Artikel in die gewünschte Grösse zoomen.

Screenshot Geo-App. Quelle: GEO

Beliebt sind natürlich auch Kino-Filme und TV-Serien, wobei hier das Angebot von Land zu Land sehr unterschiedlich ist. Bei uns in der Schweiz sind TV-Serien überhaupt nicht verfügbar. Bei den Kinofilmen macht die Mehrsprachigkeit das Angebot sehr unübersichtlich, da die meisten Filme in mehr als einer Landessprache angeboten werden.

Bei vielen Kinofilmen wird die deutsche Tonspur nur als Stereo angeboten. Für 5.1-Klang bleibt meistens nur Englisch. Wieso soll ich mir eine Film bei iTunes kaufen, wenn ich weniger Qualität erhalte als auf einer Blu-ray oder DVD?
Monk-Trader von hitzestau.com

Neue Filme werden als Leih- und als Kaufvariante angeboten, wobei leider ältere Filme dann meist nur noch zum Kaufen im Store zu finden sind. Der Vorteil von einem Video-on-Demand Angebot ist sicher, dass es ganz spontan möglich ist, einen Film anzuschauen. Wobei das Problem mit den Tonspuren nicht nur Apple betrifft, sondern auch andere Anbieter. Trotzdem wäre es wünschenswert, wenn sich hier Rechteinhaber, Verwertungsgesellschaften und Verkäufer wie Apple im Interesse der Kunden auf eine Verbesserung einigen könnten.

Abgesehen von diesen Schönheitsfehlern beim Angebot sind iPhone und iPad die perfekten Konsumgeräte für unterwegs und natürlich auch für Zuhause. Apple ist so fair und kulant, dass sich heruntergeladene Inhalte auf insgesamt fünf Geräten nutzen lassen.

Das Geschäft mit den Inhalten ist genauso ein Eckpfeiler der mobilen Apple Erlebniswelt wie die Geräte selbst. Inhalte lassen sich natürlich nicht nur auf iPad oder iPhone nutzen, sondern auch auf einem Notebook oder Desktop-Rechner Hier hat Apple ein gesamtes Öko-System geschaffen, das alle Apple-Geräte umfasst: ein via iTunes gekaufter Spielfilm lässt sich mit Apple TV auf die Heimkino-Anlage bringen – oder unterwegs auf dem iPad anschauen. Mit AirPlay lassen sich Inhalte sogar direkt auf den Fernseher oder zur Stereoanlage streamen, vorausgesetzt die Geräte sind AirPlay-fähig.

Im Geschäft mit den ganzen Inhalten und Medientypen liegt aber auch noch viel Potential, wenn Apple die verschiedenen Stores zu einem digitalen Warenhaus zusammenfassen würde. Warum nicht zu einem bestimmten Album ein passendes Artbook anbieten? Oder bei einem Buch einen Musikvorschlag machen oder sogar die Verfilmung des Romans?
Archangel von hitzestau.com

Um die oben beschriebene fliessende Nutzung aller Inhalte über mehrere Geräte hinweg zu ermöglichen, bietet Apple die iCloud an.

iCloud

Die iCloud, die im Laufe der letzten Jahre einige Veränderungen sowie Namensänderungen durchgemacht hat, spielt eine zentrale Rolle in der mobilen Apple Erlebniswelt. Sie stellt die Verbindung über das gesamte Öko-System von Apple sicher, indem sie die Inhalte und Dienste auf allen Geräten – und zwar mobil und Desktop – zur Verfügung stellt.

Das Anbieten solcher Services für den Endkunden hat eine lange Tradition bei Apple: iTools wurde im Jahre 2000 eingeführt und beinhaltete neben einem Webseiten-Publishingtool und Speicherplatz die Mailadresse  @mac.com. Zwei Jahre später wurde der Dienst in .Mac umbenannt und um neue Dienste erweitert. Mit .Mac Sync konnte man schon damals Kalender, Kontakte und ähnliches auf dem .Mac-Server speichern und via Browser von jedem beliebigen Gerät abrufen.  Die Daten konnten auch auf mehreren Rechnern synchron gehalten werden. Mit MobileMe war es ab 2008 möglich, Daten zwischen iOS und MacOS X-Geräten synchron zu halten. Auch in Verbindung mit Windows-Rechnern konnte der Dienst genutzt werden. Der Name iCloud wurde im Herbst 2011 eingeführt.

Screenshot.
Quelle: Apple

Sozusagen der "harte Kern" der iCloud ist die Speicherung von Mails, Kontaktadressen und Kalenderdaten. Dieser Teile der iCloud ist auch von Windows-Geräten aus nutzbar, so dass es beispielsweise möglich ist zwischen einem iPhone und einem Windows-Rechner Kontaktadressen und Kalendereinträge synchron zu halten.

Screenshot.
Quelle: Apple

Unter dem Dach iCloud versteht Apple ein ganze Reihe von Diensten: Diese reichen vom Finden von verlorenen iPhones bis hin zum Verfügung stellen von Speicherplatz für Backups.

Hier sind alle Services der iCloud zusammengefasst:

Screenshot.
Quelle: Apple

Unter dem Begriff "Inhalte überall" verbirgt sich die Möglichkeit, gekaufte Inhalte wie ein Musik-Album auf alle Geräte herunterzuladen, die man mit der iCloud – oder genauer gesagt – mit dem iTunes-Account, verbunden hat. Auch dieses Feature lässt sich mit Windows-Geräten nutzen.

Screenshot.
Quelle: Apple

Auch selber gemachte Fotos lassen sich via iCloud synchronisieren.

Die Kreativ- und Produktivitäts-Apps iPhoto, iMovie, GarageBand, Pages, Numbers und Keynote sind alle mit der iCloud verbunden, so dass man auf mehreren Geräten am selben Musikstück oder Textdokument arbeiten kann, ohne sich um den Datenabgleich zwischen den Geräten kümmern zu müssen. Dieser wird im Hintergrund von der iCloud erledigt.

Screenshot.
Quelle: Apple

Via iCloud lassen sich aber nicht nur Daten zwischen den eigenen Geräten synchronisieren. Sie ist auch die Basis für das Teilen mit anderen. So lassen sich via Fotostream ganz einfach Bilder mit einer festgelegten Kreis von Freunden teilen.

Für Musik hält die iCloud noch einen besonderen Dienst bereit: Mit iTunes Match lassen sich Alben und Songs in die iCloud hochladen, die man nicht im iTunes Store erworben hat. Wenn diese in der globalen iTunes-Sammlung vorhanden sind, werden sie automatisch gegen Dateien in 256 kbit/s-Qualität (AAC-Qualität ohne DRM) ausgetauscht, auch wenn das eigene hochgeladenen Original schlechter war.

Wie einfach sich unter iOS Backups anlegen lassen, haben wir im zweiten Teil schon erwähnt. Via WLAN lässt sich ein tägliches Backup direkt in die iCloud einrichten. Für eine Neuinstallation oder bei einem Gerätewechsel lassen sich von dort alle Daten zurückholen.

Kommunikation

Apple stellt seinen Nutzern auch eigene Kommunikationsdienste zur Verfügung, die aber nur zwischen Apple-Geräten funktionieren. Die Video-Telefonie FaceTime lässt via Mobilfunknetz oder WLAN nutzen. Dann sind auch Verbindungen von einem MacBook zu einem iPhone möglich. Dasselbe gilt auch für den Messanger-Dienst iMassage, der ebenfalls iOS- und Mac OS X-Geräte miteinander verbindet.

Kundendienst

Wer Apple-Geräte kauft, bekommt nicht nur schön designte Geräte, Datenaustausch und spannende Inhalte, auch der Kundendienst stimmt: Jedes Gerät kann einmal kaputt gehen oder einen Defekt haben. Spätestens dann wird aus der digitalen Erlebniswelt ein reales Problem. Mit dem Kundendienst von Apple haben wir in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht.

Ich kenne keinen anderen Smartphone-Hersteller, der mir per Kurier ein neues Gerät nach Hause liefert und das defekte mitnimmt. So bleibe ich immer telefonisch erreichbar.
Archangel von hitzestau.com

Diese exklusive Leistung ist Teil von Apple Care und ein Zusatz zu den gesetzlich gewährten Garantieleistungen. Wir haben in den vergangenen Jahren verschiedene iPhones auf Grund technischer Probleme auf diesem Weg ausgetauscht. Und dank der zuvor gemachten Backups war die Inbetriebnahme des neuen Geräts immer ein Kinderspiel.

Apple Store

Wer das Glück hat in der Nähe von einem Apple Store zu Hause zu sein, kann auch dort von Beratung und Support profitieren. Die Stores bringen zusammen mit dem telefonischen Kundendienst die digitale Erlebniswelt von Apple in die reale Welt. An der Genius Bar im Store kann man direkt mit einem Apple-Mitarbeiter technische Probleme besprechen. Gerade für Leute die technisch wenig versiert sind, ist der persönliche und direkte Kontakt sicher sehr hilfreich. Neben dem persönlichen Support bietet Apple in seinen Stores auch Schulungen an. Verschiedene Workshops bieten einen Einstieg in die unterschiedlichen Produkte von Apple, von iPhone oder iPad über die iCloud-Dienste bis hin zu Apple-Software.

Den oben erwähnten Austausch hätten wir natürlich auch in einem Store machen können, nur hatten wir damals noch keinen bei uns in Basel. Der Apple Store hat erst im Juli dieses Jahres eröffnet.

Im vierten und letzten Teil unserer Serie zur mobilen Apple-Erlebniswelt dreht sich alles um Apps. Die eigene Erfahrung mit iPhone und iPad wird stark durch die Apps geprägt, die man benutzt. Wir stellen Euch die Apps vor, die für uns am wichtigsten sind.