Review

Das Samsung Galaxy S4 im Alltag

Von Hitzestau - 28.06.2013

Inhaltsverzeichnis

Galaxy S4 als Kamera

Als "Immer dabei"-Kamera für Schnappschüsse oder als fotografisches Notizbuch eignet sich das Galaxy S4 hervorragend, wie wir bei mehreren Ausflügen festgestellt haben. Das Gerät verfügt über zwei Kameras, die auf der Vorderseite dient zur Video-Telefonie. Die Hauptkamera auf der Rückseite verfügt über 13 Megapixel und macht sehr gute Bilder. Wie wir es schon von der Samsung Galaxy Camera her kennen, sind die Farben sehr satt und kräftig. Auch ein paar Motivprogramme wie "Bestes Gesicht" sind hier wieder zu finden. Eine lustige Funktion ist die Möglichkeit mit Hilfe der Frontkamera auch die Person, die das Bild macht, in ein Gruppenfoto mit einzubinden. Leider wird jedoch dieses Bild spiegelverkehrt in die fertige Aufnahme integriert, wie wir anhand des Beispiels mit zwei Tastaturen, die wir gegenüber gehalten haben, zeigen. Man erkennt deutlich, dass die Tastatur, die mit der Frontkamera aufgenommen wurde, spiegelverkehrt abgebildet ist.

Galaxy S4: Bild von Frontkamera wird spiegelverkehrt eingefügt

In der Kamera-App lassen sich Einstellungen vornehmen, wie wir es bisher nur von Kompaktkameras her kannten. Das geht vom Weissabgleich über verschiedene Auflösungen und ISO bis hin zu drei unterschiedlichen Belichtungsmessungen (Mittenbetont, Matrix, Spot). Gute Resultate liefert auch die HDR-Funktion. Hier ein paar Beispielbilder (unbearbeitet, die Originale könnt Ihr am Schluss des Beitrags als .zip-Datei herunterladen):

Die nächsten beiden Sets zeigen die Wirkung der HDR-Funktion. Das erste Bild ist mit normaler Belichtung aufnommen, das zweite mit dem HDR-Motivprogramm.

Testbild Samsung Galaxy S4: ohne HDR
Testbild Samsung Galaxy S4: mit HDR
Testbild Samsung Galaxy S4: ohne HDR
Testbild Samsung Galaxy S4: mit HDR

Das Galaxy S4 verfügt über ein digitales Zoom. Das linke Bild ist ohne Zoom aufgenommen, das zweite mit der maximalen Zoom-Einstellung.

Testbild Samsung Galaxy S4: ohne Digital-Zoom
Testbild Samsung Galaxy S4: mit maximalem Digital-Zoom

Und hier noch ein paar Bild mehr, das Fotografieren mit dem S4 macht halt Spass... :)

Auch die Video-Funktion liefert gute Resultate:

Langfristige Benutzererfahrung / Fazit

Ein Grundproblem vieler Smartphone trifft auch auf das Galaxy S4 zu: Der Akku hält keinen ganzen Tag mit Surfen, Telefonieren, Musik hören und ein paar Bilder aufnehmen durch. Die Akkulaufzeit lässt sich verlängern, indem man die Displayhelligkeit zurücknimmt, die Suche nach WLAN’s ausschaltet und darauf achtet, Apps immer zu schliessen, wenn man sie nicht braucht oder das Telefon bei Seite legt. Viele Apps generieren im Hintergrund Traffic, der wiederum zu Lasten des Akkus geht. Neben dem S4 haben wir eigene Erfahrungen mit den verschiedenen iPhone-Generationen vom 3GS bis zum 4S und immer hat sich der Akku als Schwachstelle entpuppt. Es ist zwar schön, wenn die Displays immer grösser und immer mehr Features in die kleinen Gerät reingepackt werden, aber was nutzt einem das, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist und einem am Nachmittag der Saft ausgeht? Es kann doch nicht der Sinn sein, das man als Benutzer ständig Features deaktivieren muss, um die Akkulaufzeit zu verlängern.

Unser Ziel war herauszufinden, ob das Galaxy S4 der Lebensbegleiter ist, als den Samsung es vermarktet. Der Anspruch "Life Companion" wird durch die Nutzung von Apps wie ChatOn, Group Play und S Health aus dem eigenen App-Store definiert. Wer diese nicht nutzen will oder schlichtweg nicht benötigt, weil andere Funktionen für ihn wichtiger sind, erhält mit dem Samsung Galaxy S4 ein solides Smartphone. Es bleibt jedem Benutzer selber überlassen, wie sehr er – oder gemeinsam mit seinen Freuden – diese Apps nutzen will. Da wir nur ein Gerät haben, konnten wir ChatOn und Group Play nicht wirklich testen.

Apps wie S Health oder TripAdvisor haben wir uns nicht näher angeschaut, da unserer Meinung nach solche Features nicht zur Grundausstattung eines Smartphones gehören. Samsung hat einige solcher Apps auf das S4 gepackt, so kommt das Gerät schon beim ersten Einschalten sehr überladen daher. Wer wie wir das S4 hauptsächlich für Telefonieren, Mail, Surfen und SMS nutzen will, muss erstmal kräftig bei den Apps aufräumen.

Gut ist hingegen, dass sich der interne Speicher des S4 mit einer microSD-Karte erweitern lässt. Bei unserem Testgerät mit 16 GB Speicher sind effektiv nur rund 9,5 GB nutzbar. So ist eine Speichererweiterung für Fotos, Video und Musik sehr willkommen.

Mit der Grösse des Geräts ist etwas zwiespältig: Das grosse Display ist zwar schön zum Texte lesen und Bilder anschauen, aber das Gerät lässt sich weniger gut mit einer Hand bedienen. Zudem ist das Gehäuse nicht so griffig und der metallene Rand fühlt sich sehr glatt an. Daher hat man das Gefühl, man könne das S4 nicht so sicher festhalten wie andere Geräte. Es kann sein, dass man es nicht schafft, einen eingehenden Anruf anzunehmen, wenn man nur eine Hand frei hat und das Gerät erst noch aus der Tasche ziehen muss. Draussen, egal ob bei direktem Sonnenlicht oder bewölktem Himmel, wünscht man sich ausserdem doch etwas mehr Helligkeit für das Display.

Um das Ganze in einen Satz zusammen zu fassen: Das Samsung Galaxy S4 ist ein gutes Smartphone, was wir als Negativ-Punkte aufführen ist "klönen auf hohem Niveau".

In zwei folgenden Beiträgen werden wir Euch dann noch das Einrichten der Synchronisation von Kontakten und Kalender via iCloud sowie das Einrichten von E-Mail Accounts erklären, da dies beides nicht ganz frei von Überraschungen ist.

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