Review

Canon PowerShot N im Praxistest

Von Hitzestau - 01.07.2013

Inhaltsverzeichnis

Durch die Berichterstattung in verschiedenen Onlinemedien sind wir auf die Canon PowerShot N aufmerksam geworden. Die kleine Kompaktkamera weckte mit ihrer Einfachheit und ihren aussergewöhnlichen Features unser Interesse. Auf Anfrage hat Canon uns ein Testgerät zur Verfügung gestellt. Wenn man die Power Shot N zum ersten Mal aus der Schachtel nimmt, merkt man schnell, dass sie sich von herkömmlichen Kompaktkameras deutlich unterscheidet. Aber genau das ist ihre Stärke.

Quelle: Canon
Quelle: Canon

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Die Gehäuseform ist von vorne gesehen fast quadratisch und das Display lässt sich bis zu einem Winkel von 90 Grad nach oben klappen. Einen Auslöseknopf oder eine Zoom-Wippe sucht man vergebens. Auslösen kann man mit einem Ring am Objektiv oder indem man das Display antippt. Hin- und her gezoomt wird mit einem zweiten Ring am Objektiv. Das tönt etwas gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich schnell daran. Die Kamera ist auch angenehm leicht, inklusive Akku und microSD-Speicherkarte bringt sie 195 Gramm auf die Waage.

Aus jedem Blickwinkel fotografieren

Das anwinkelbare Display und die Möglichkeit via Antippen auszulösen, ermöglicht neue Blickwinkel beim Fotografieren. Man kann die Kamera ohne Probleme hoch über den Kopf halten oder knapp über dem Boden, das Display lässt sich immer in die geeignete Position bringen. Damit eröffnen sich auch gestalterisch neue Möglichkeiten, ohne grosse Mühe und körperliche Verrenkungen aus den konventionellen Blickwinkeln auszubrechen. Der eigenen Kreativität sind dabei natürlich kaum Grenzen gesetzt, auf der Webseite von Canon findet man eine ganze Reihe von Vorschlägen und Beispielen zur Anregung. Hier eine kleine Auswahl:

Verschiedene Blickwinkel mit der PowerShot N
Quelle: Canon
Verschiedene Blickwinkel mit der PowerShot N
Quelle: Canon
Verschiedene Blickwinkel mit der PowerShot N
Quelle: Canon
Verschiedene Blickwinkel mit der PowerShot N
Quelle: Canon

Egal welche Position man einnimmt, man hat das Display immer gut im Blick. Am Beispiel mit diesem lustigen Holzschwein im Vorgarten eines Vorortes von Basel lässt sich das sehr gut zeigen: Das erste Bild ist aus Augenhöhe gemacht, die anderen von knapp über dem Boden.

Auch für andere Positionen ist das sehr hilfreich. Für dieses Bild haben wir die Kamera knapp über die Wasseroberfläche gehalten und per Tippen aufs Display ausgelöst. Mit einer herkömmlichen Kamera wäre dieser Blickwinkel schwieriger umsetzbar.

Auch bei dieser Mauer mit dem Bach dahinter kann man seinen Spass haben: Einfach hinunterbeugen und durch Tippen auf’s Display auslösen.

Dasselbe gilt für das folgende Bild. Monk-Trader hat die Kamera neben das Glas gehalten und von schräg unten fotografiert. So lassen sich einfach Bilder aus ungewöhnlichen Perspektiven aufnehmen.

Die PowerShot N verfügt ausserdem über eine bemerkenswerte Naheinstellgrenze von rund einem Zentimeter. So kann man fast das Objektiv gegen das Weinglas drücken und immer noch ein scharfes Bild bekommen.

Bedienung und Handhabung

Klassische Bedienungselement wie zum Beispiel Einstellrädchen, wo man verschiedene Belichtungsprogramme auswählen kann, bietet die Power Shot N nicht. Fast alle Einstellungen kann man im Menü via das Touch-Display auf der Rückseite vornehmen, Knöpfe auf der Gehäuseseite gibt es nur wenige. Das Menü ist klar und übersichtlich aufgebaut, so man sich auch ohne Bedienungsanleitung schnell zurecht findet.

Hier sieht man die beiden Ringe am Objektiv: Der Ring mit den drei Vertiefungen, also der dichter am Gehäuse, ist der Zoom-Ring. Der andere Ring mit den drei feinen Noppen ist der Auslöser. Die beiden Ringe sind getrennt voneinander, beim Fotografieren ist es aber nicht immer ganz leicht, den jeweils richtigen zu treffen.

Quelle: Canon

Wie man die PowerShot N zum Fotografieren am besten in der Hand hält, muss jeder selber herausfinden. Archangel ist sie am Anfang fast ein paar Mal heruntergefallen. Die klassische Kamera-Haltung in der Hand funktioniert bei ihr aus unserer Erfahrung eher weniger. Mit der PowerShot N hat man am meisten Freude, wenn man sich auf ihre Besonderheiten einlässt. Wer verkrampft versucht, sie wie eine normale Kompaktkamera zu behandeln, wird wenig Spass haben mit ihr.

Für uns hat es sich bewährt, die Kamera mit aufgeklapptem Display festzuhalten und mit dem Daumen via Display auszulösen.

Eine andere Möglichkeit ist es, die Kamera wie unten gezeigt festzuhalten und mit dem Finger den Auslöse-Ring zu betätigen.

Beim Fotografieren hält die Canon PowerShot N ein paar kreative Überraschungen zur schnellen Bildbearbeitung bereit. Da die Kamera WLAN-fähig ist, lassen sich mit ihr gemachte Bilder teilen, hochladen und verschicken. Diese beiden Funktionen schauen wir uns im zweiten Teil unseres Berichtes näher an – abonniert doch unseren RSS-Feed oder folgt @hitzestau auf Twitter, um den nächsten Teil nicht zu verpassen.

Die unbearbeiteten Original-Bilder könnt hier als .zip herunterladen.

Mehr technische Infos zur PowerShot N findet Ihr auf der Webseite von Canon:
Canon PowerShot N