Breaking Bad fragt wie weit TV-Figuren gehen dürfen

Von Hitzestau - 02.09.2013

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Autor: Archangel

Walter White kocht Crystal Meth und das ist gut so. Die TV-Serie "Breaking Bad" um den krebskranken Chemielehrer, der ins Drogenbusiness eingestiegen ist, um seiner Familie Geld zu hinterlassen, gehört seit der ersten Episode zu meinen absoluten Lieblingsserien.

Dreharbeiten zur vierten Staffel von Breaking Bad. Quelle: AMC

Unvergessen für mich ist Walters erste Koch-Session in einem abgewrackten Wohnmobil draussen in der Wüste von New Mexico. Hauptdarsteller Bryan Cranston schafft es, die Verwandlung vom einfachen Chemielehrer und Familienvater zum Drogenproduzenten überzeugend rüberzubringen. Dass Walt dabei viele Sachen tut, die sonst den Bösewichtern vorbehalten sind, stört mich nicht. Es gehört zum dramaturgischen Konzept der Serie. Gewalt gehört in der Drogenwelt von Walt zum normalen Alltag – und so wird sie auch dargestellt. Nicht überzeichnet wie in grossen Action-Blockbustern im Kino, sondern es passiert einfach. Walt und die anderen Charaktere tun einfach das, was sie müssen, um ihre Ziele zu erreichen. Walt und sein Kochgehilfe Jesse verzweifeln zwar immer wieder an den zum Teil schrecklichen Dingen die sie tun, aber aufhören liegt für sie schlussendlich doch nicht drin.

Breaking Bad ist nicht die erste Serie, die Verbrecher und Gewalttäter zu Hauptfiguren macht. Sie tun Dinge, die man im realen Leben als moralisch fragwürdig empfinden würde, aber sie sind nur fiktive Charaktere in einer TV-Serie, welche ihre Zuschauer unterhalten will. Aber wie weit darf dies gehen? Können Gewalt-Darstellungen der Unterhaltung dienen? Gewalt in Filmen und Fernsehen wird immer wieder kontrovers diskutiert. Darum dürfte eine aktuelle Umfrage von Interesse sein, auf die ich via einen Artikel auf serienjunkies.de gestossen bin.

Im realen Leben ganz normale Leute: Der Cast von Breaking Bad. Quelle: AMC

Es geht um die persönlichen Einstellungen zu Verhaltensweisen von fiktiven Charakteren in Filmen und Serien. Viele Fragen beziehen sich auf Breaking Bad, aber man muss die Serie nicht unbedingt gesehen haben, am die Fragen zu beantworten. Nehmt Euch doch rund zwanzig Minuten Zeit, um an der Studie von Martin Heuer vom Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover teilzunehmen. Mich hat sie angeregt, über meinen Serien-Konsum nachzudenken und eine Box der fünften und letzten Staffel von Breaking Bad gibt’s zudem auch noch zu gewinnen. Hier geht’s direkt zur Umfrage.